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Türkei und Russland starten erste gemeinsame Patrouillen in Syrien

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Russische und türkische Soldaten haben ihre gemeinsamen Militär-Patrouillen in Idlib aufgenommen.

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar hat laut Anadolu mitgeteilt, die gemeinsamen Patrouillen der Türkei und Russlands im syrischen Idlib seien ein wichtiger Schritt für die Fortsetzung des Waffenstillstands und die Gewährleistung der Stabilität.

Akars Äußerungen kamen, als laut Sabah türkische und russische Truppen offiziell ihre gemeinsamen Patrouillen in der syrischen Provinz Idlib begannen. Der Minister kündigte am 8. März auch die Aufhebung aller Luftraumbeschränkungen in Idlib und Afrin an. Er ging auch auf die Besorgnis ein, dass die Türkei in direktem Kontakt mit dem Assad-Regime stehe. Ankara führte nur Gespräche mit dem Russen und gelegentlich mit dem Iran, wenn dies erforderlich ist. Akar sagte, es sei endgültig, dass das türkische Militär in das Gebiet an der syrischen Grenze stationiert würde.

Akar sagte, die Türkei erwarte von Syrien, den Waffenstillstand in Idlib zu respektieren, und fügte hinzu, dass Russland die syrische Armee daran hindern solle, Angriffe auf Idlib durchzuführen.

Im Rahmen der Astana-Gespräche zwischen der Türkei, Russland und dem Iran sind die drei Länder Garant für einen Waffenstillstand in Idlib und vereinbaren die Einrichtung einer Deeskalationszone in der Region.

Der türkische Präsident Erdogan hatte bisher erfolglos versucht, einen Teil des syrischen Staatsgebiets durch eine militärische Okkupation unter seinen Einfluss zu bringen.

Die Türkei hat 12 Beobachtungspunkte im Umkreis Idlibs eingerichtet, um das Waffenstillstandsabkommen zu überwachen und aufrechtzuerhalten, humanitäre Hilfe zu leisten und die Kontrolle über mögliche Flüchtlingsbewegungen zu behalten.