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Daimler meldet erstmals seit 10 Jahren einen Quartals-Verlust

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Der Stuttgarter Automobilhersteller meldet erstmals seit der Finanzkrise einen herben Quartalsverlust und will nun die Kosten senken.

STUTTGART, 24. Juli (WNM) –  Der Autohersteller Daimler hat wegen rechtlicher Risiken im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal und den Kosten für den Austausch von Takata-Airbags im zweiten Quartal einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 1,56 Milliarden Euro gemeldet. 

Auch die Prognose für die Vorzeigemarke Mercedes ist unerfreulich. 

Das Unternehmen reduzierte seine Absatzaussichten für Mercedes-Benz-Autos und sagte, dass einmalige Aufwendungen in Höhe von 4,2 Milliarden Euro das Ergebnis hauptsächlich in den Geschäftsbereichen Pkw und Transporter belasteten, was zu einem operativen Verlust auf Konzernebene beitrug, verglichen mit einem Gewinn von 2,6 Milliarden Euro in der zweiten Quartal letzten Jahres.

Daimler versprach, die Kosten zu senken, gab jedoch unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Ola Kaellenius, der vor zwei Monaten die Spitzenposition antrat, nur wenige Details bekannt. „Generell intensivieren wir die konzernweiten Leistungsprogramme und überprüfen unser Produktportfolio, um den zukünftigen Erfolg zu sichern“, sagte Kaellenius am Mittwoch.

Der Rivale Aston Martin kündigte ebenfalls Kostensenkungen an, und seine Aktien fielen, nachdem er aufgrund der nachlassenden Nachfrage die Aussichten für das operative Ergebnis gesenkt hatte, während sein Kollege Peugeot dem Abschwung der Branche mit einem deutlichen Gewinnanstieg im ersten Halbjahr trotze.

Daimler wird am 14. November im Rahmen des Kapitalmarkttages Details zu möglichen Kostensenkungen und seiner Strategie bekannt geben.

Zu Beginn dieses Monats hatte der Stuttgarter Autobauer einen ersten Überblick über das Ergebnis in Höhe seiner vierten Gewinnwarnung in 13 Monaten gegeben. Sein Konzern-EBIT für 2019 wäre „deutlich“ niedriger als im Vorjahr.