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Leasing-Rate nicht gezahlt: Mercedes holt sich Autos zurück

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Mercedes verfolgt seine Leasing-Fahrzeuge mit Ortungsgeräten. Werden die Leasing-Raten nicht pünktlich gezahlt werden, schickt Mercedes auch schon mal den Gerichtsvollzieher zum Standort des Autos.

London, 21. August (WNM) – Das berichtet die Sun. Die geheimen Sensoren, die an allen neuen und  gebrauchten Motoren angebracht sind, lokalisieren den genauen Standort des Fahrzeugs.

Mercedes wolle laut Sun nicht angeben, wie lange die Sensoren bereits im Einsatz sind.

Das Unternehmen gibt an, dass die Sensoren nur unter „extremen Umständen“ aktiviert werden – etwa, wenn Leasing-Kunden mit ihren Zahlungen in Verzug sind. Das Unternehmen räumte allerdings ein, dass es Informationen über den Wagenhalter und Angaben zum Fahrzeugstandort an Gerichtsvollzieher und Abschleppunternehmen weitergibt, damit diese die Autos zurückholen können.

Der Hintergrund scheint zu sein, dass Mercedes sicherstellen will, dass säumige Leasing-Kunden die Fahrzeuge nicht weiter benutzen können, wenn sie ihre Raten nicht bezahlt haben.

Das Verfolgen eines Fahrzeugs ohne das Wissen seines Fahrers ist gemäß den EU-Datenschutzbestimmungen eigentlich illegal. Doch Mercedes kann sich bei Leasing-Kunden auf das Kleingedruckte berufen: Leasingnehmer geben nämlich ihre Erlaubnis zur Ortung, wenn sie die Geschäftsbedingungen unterzeichnen – die oftmals ungelesen bleiben. Mercedes sagt, eine Klausel über „Ortungssensoren“ sei fett gedruckt, direkt über der Unterschrift eines Kunden auf einem Leasingvertrag.