Studie: Elektroauto spart bis zu 13.000 Euro an Spritkosten

| 28. Juni 2020, 6:25

WASHINGTON, 27. Juni (WNM/DOE/National Renewable Energy Laboratory) – Laut einer aktuellen US-Studie können Autofahrer über einen Zeitraum von 15 Jahren bis zu 14.500 US-Dollar (13.000 Euro) an Kraftstoffkosten einsparen, indem sie ein Elektrofahrzeug anstelle eines ähnlichen mit Benzin betriebenen Autos fahren. 

Die Studie des U.S. Department of Energy National Renewable Energy Laboratory (NREL) berücksichtig alle Kosten für das Laden von Elektrofahrzeugen auf Bundesebene – also wann, wo und wie ein Fahrzeug aufgeladen wird, sowie Tausende von Stromeinzelhandelstarife, reale Ladegeräte sowie Installationskosten. Die Ladekosten werden mit dem Benzinpreis verglichen, um die gesamten Kraftstoffkosteneinsparungen über die Lebensdauer eines Fahrzeugs abzuschätzen. 

„Es ist relativ einfach, den Kaufpreis eines Fahrzeugs herauszufinden, aber die Einsparungen im Zusammenhang mit Kraftstoff sind nicht ohne weiteres verfügbar, zumal die Stromkosten für verschiedene Standorte und Lademöglichkeiten sehr unterschiedlich sind“, sagte Matteo Muratori, Senior System Engineer bei NREL und Mitautor des Artikels „Levelized Cost of Charging Electric Vehicles in the United States“.

Die Forscher entwickelten ein Basisszenario, das auf der aktuellen Fahrzeugnutzung und dem Ladeverhalten basiert, um die durchschnittlichen Ladekosten für Elektrofahrzeuge abzuschätzen. Die Kosten für das Aufladen eines Elektrofahrzeugs variieren stark. Zu den Schlüsselfaktoren zählen Unterschiede im Strompreis, der Art der verwendeten Ausrüstung (langsames oder schnelles Laden), den Installationskosten und der Fahrzeugnutzung (gefahrene Kilometer). Die nationalen Durchschnittskosten für das Laden eines Elektrofahrzeugs liegen in den USA zwischen 8 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und 27 Cent – bei durchschnittlich 15 Cent. Dies entspricht einer durchschnittlichen lebenslangen Kraftstoffkostenersparnis von 3.000 bis 10.500 US-Dollar.

Die Forscher untersuchten Fahrzeuge der gleichen Klasse und Größe und fuhren die gleiche Anzahl von Meilen pro Jahr. Bei der Berechnung der Kosten berücksichtigten sie auch die Art der Ladestationen. Für eine langsame Aufladung kann ein Autofahrer eine herkömmliche Steckdose zu Hause ohne spezielle Ausrüstung verwenden. Ein Upgrade auf ein leistungsstärkeres Ladegerät für Privathaushalte kostet einschließlich Installation etwa 1.800 US-Dollar. Das Aufladen zu Hause kann jedoch nachts erfolgen, wenn die Strompreise derzeit am niedrigsten sind. Dies wird aus Kostengründen als das beste Szenario angesehen. 

Bei den durchschnittlichen Kosten von 15 Cent pro kWh wird davon ausgegangen, dass 81% des Ladevorgangs zu Hause, 14% am Arbeitsplatz oder an öffentlichen Stationen und 5% mit einem DC-Schnellladegerät gemäß den aktuellen empirischen Daten durchgeführt werden.