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Crash am Horizont: Investor verkauft bis zu 50 Prozent seiner Positionen

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Harris Kupperman, Präsident von Praetorian Capital Management und CEO von Mongolia Growth Group – einer Investmentfirma für Immobilien mit einem Wert von 6,1 Millionen US-Dollar – verkauft derzeit 10 bis 50 Prozent seiner Positionen.

New York, 6. Oktober (WNM) – Harris Kupperman, Präsident des Hedge Funds Praetorian Capital Management und CEO von Mongolia Growth Group – einer Investmentfirma für Immobilien, die laut Annual Report 2018 Assets im Wert von 31 Millionen US-Dollar hielt – verkauft derzeit 10 bis 50 Prozent seiner Positionen.

Die Überlegungen hinter seinen ungewöhnlichen Maßnahmen sind einfach: Er sieht einen massiven Markt-Crash am Horizont.

In einem Interview mit Business Insider sagte Kupperman: „Ich glaube wirklich, dass ein Absturz bevorsteht. Ich habe zwei Abstürze in meinem Leben hinter mir und ich denke, das ist der dritte.“ Kupperman hatte zuletzt mit einigen Short-Positionen schwere Verluste nach dem Crash 2007/2008 hinnehmen müssen. Er baute seinen Hedge Fonds zurück und versucht nun zu evaluieren, welche Unternehmen am besten im makroökonomischen Trend perfomen könnten. 

Kuppermans These: Er sieht zu viele Faktoren, die Investments heute gefährden – Finanzierungsstress, unrentable Unternehmen, die zu falschen Bewertungen verkaufen, strukturelle Ungleichgewichte, Überschuldung und verkehrte Geldpolitik.

Er glaubt, dass die lockere Geldpolitik der Fed zu einem unhaltbaren Umfeld geführt hat: „Wenn Sie Liquidität wie in den letzten zehn Jahren durch das System drücken, entsteht eine riesige Blase.“

Für Kupperman haben die Maßnahmen der Fed einen „Ponzi-Sektor“ geschaffen. „Ponzi-Aktien sind Dinge wie WeWork oder Tesla oder andere krasse Betrügereien“, sagte er. „Der Ponzi-Sektor ist alles Unternehmen, die keine Chance haben, jemals einen Gewinn zu erzielen, aber dennoch ihren Umsatz weiter steigern.“

Das sind harte Worte für Investoren, die Anteile an diesen Unternehmen besitzen. Doch Kupperman kann auf die Fakten hinweisen: Keines dieser Unternehmen steht kurz davor, einen Gewinn zu erwirtschaften, und das erstere Unternehmen hat in den letzten sechs Wochen einen CEO-Wechsel, einen gescheiterten Börsengang und eine Kürzung seiner Bewertung um rund 40 Milliarden US-Dollar erlebt.

„Diese Unternehmen haben buchstäblich keinen wirtschaftlichen Grund zu existieren. Sie leben lediglich davon, dass die Liquidität in das System gedrückt wurde. Die Leute kaufen weiterhin Aktien, weil sie glauben, dass es einen anderen Trottel gibt, der noch dümmer ist als sie“, sagte Kupperman.

Vor diesem düsteren Hintergrund sucht Kupperman nach Sektoren, die allgemein gehasst und unterbewertet werden. Er hat seinen Erfolg aufgebaut, indem er gegen den Strich ging und auf einen Wendepunkt wartete.

Einige seiner heutigen Lieblingsinvestments sind: Schifffahrt, Energie, Uran und die griechische Wirtschaft – Investments, von denen ein herkömmlicher Investor im heutigen Marktumfeld nicht träumen würde, sein Geld dort zu platzieren.