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UBS: Klima-Neutralität durch Beschränkung von Investitionen in fossile Brennstoffe erreichbar

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Die Investmentbank UBS sagt, dass Beschränkungen für Investitionen in fossile Brennstoffe weltweit verhängt werden könnten, um die Klima-Neutralität zu erreichen. Dabei müsse es sich um keine vollständigen und sofortigen Restriktionen handeln, aber doch genügend, um die kumulierten fossilen Investitionen von heute bis 2050 um rund zehn Billionen US-Dollar zu reduzieren. Das entspräche rund zwei Drittel der derzeit erwarteten Investitionen.

LONDON, 14. Januar (WNM/UBS) – 2019 war das Jahr, in dem sich die Welt der Herausforderung des Klimawandels stellte. Ausgelöst wurde dies durch einen sehr herausfordernden IPCC-Bericht aus dem Jahr 2018, einer Reihe sehr heißer Sommer und der zunehmenden Wahrnehmbarkeit extremer Wetterereignisse. Im Laufe des Jahres begannen 68 Länder damit, ein offizielles „Netto-Null“-Ziel für 2050 in Erwägung zu ziehen oder es sogar zu verabschieden. 

UBS ist der Ansicht, dass diese Ziele zu spät kommen und zu wenig bieten. Die Welt wird daher wahrscheinlich den gefährlichen Klimawandel nicht vermeiden können. Aber UBS beschreibt, dass die Bank auch falsch liegen könnte: 

UBS sagt, dass Beschränkungen auf Investitionen in fossile Brennstoffe weltweit verhängt werden könnten, um die Klimaneutralität zu erreichen. Dabei müsse es sich um keine vollständigen und sofortigen Restriktionen handeln, aber doch genügend, um die kumulierten fossilen Investitionen von heute bis 2050 um rund zehn Billionen US-Dollar zu reduzieren. Das entspräche rund zwei Drittel der derzeit erwarteten Investitionen. 

Die Frage sei, wie diese Beschränkungen zustande kommen könnten: UBS ist hier der Ansicht, dass rechtliche und finanzielle Restriktionen weitaus wahrscheinlicher sind als eine koordinierte globale CO2-Steuer. 

Wie würde das funktionieren? Das Problem bei einer globalen Kohlenstoffsteuer sei, dass die Länder zusammenarbeiten müssen, da die Einführung einer einseitigen Steuer wirtschaftlich schädlich sein könne. Und obwohl es Ausnahmen gibt (wie das Montrealer Protokoll aus 1987, das das Verbot von FCKW regelt), haben die meisten Versuche einer global koordinierten grünen Politik bisher nicht gut funktioniert – einschließlich der erfolglosen Bemühungen auf den COP-25-Tagungen in Madrid, eine globale Kohlenstoffsteuer einzuführen. 

UBS ist der Ansicht, dass wir mit größerer Wahrscheinlichkeit rechtliche und finanzielle Beschränkungen für fossile Investitionen sehen werden. Der Grund dafür sei, dass die Staats- und Regierungschefs, die diese zuerst einführen, einen ausreichenden politischen Erfolg erzielen, damit andere diesem Beispiel folgen können.