Ökonom fordert radikale Klima-Steuer für Privatpersonen

| 9. September 2019, 23:03

Paris, 9. September (WNM) - Thomas Piketty legt in dieser Woche in Paris sein neues Buch („Kapital und Ideologie“) vor. Es beschäftigt sich unter anderem mit dem Klima-Thema. Piketty zeigt, dass der Klima-Schutz zu radikalen neuen Steuern führen wird. Piketty schlägt unter anderem eine individuelle CO2-Steuer vor, die durch eine personalisierte Karte berechnet wird, die den Beitrag jeder Person zur globalen Erwärmung berechnen und entsprechend einziehen würde.

Diese Maßnahme würde den politischen Zielen entsprechen, die der US-Ökonom Martin Armstrong hinter der Klima-Diskussion vermutet: Die Angst vor dem Untergang der Welt soll die Regierungen in die Lage versetzen, wegen der dramatischen Situation neue Steuern zu erheben, deren finale Verwendung nicht nachzuvollziehen ist, weil die Gelder in der Regel im allgemeinen Haushalt verschwinden.

Zu den Vorschlägen von Pikettys neuem Buch gehören weiters, dass Arbeitnehmer 50 % der Sitze in den Organen des Unternehmens einnehmen sollten; dass das Stimmrecht selbst der größten Aktionäre auf 10 % begrenzt werden sollte; dass viel höhere Grundsteuern erhoben werden sollen - für die größten Immobilien sollen diese auf 90 % ansteigen. Im Gegenzug möchte Piketty jedem Bürger bei Erreichen des 25. Lebensjahres eine Kapitalzuteilung von 120.000 € gewähren.