Paul Singer: Gold ist massiv unterbewertet

| 2. Mai 2020, 8:23
Gold (Michael Steinberg/pexels.com)

NEW YORK CITY, 30. April (WNM/Elliot Management Corporation) – In seinem Brief an die Investoren schreibt Paul Singer, Gründer des Hedgefonds Elliott Management Corporation (https://www.docdroid.net/kfBxxVh/elliot-letter-april-162020-perspectives-paul-singer-elliott-pdf):

„Wir haben derzeit das perfekte Umfeld, dass Gold in den Mittelpunkt des Interesses tritt. Die fanatische Abwertung des Geldes durch alle Zentralbanken der Welt, die extrem niedrigen Zinssätze sowie Probleme beim Betrieb und bei der Gewinnung von Goldminen (weitgehend im Zusammenhang mit der Pandemie) sollten einen fruchtbaren Boden für dieses grundlegendste aller Geld- und Wertspeicher schaffen. Gold sollte seinen fairen Wert erreichen, von dem wir glauben, dass er buchstäblich ein Vielfaches des aktuellen Preises ist.

In den vergangenen Monaten ist der Goldpreis bis zu einem gewissen Grad gestiegen, aber wir glauben, dass es eines der am meisten unterbewerteten investierbaren Vermögenswerte ist, die heute existieren. Es gibt nichts anderes, das derartige historische und fundamentale Eigenschaften hat. Wir denken, dass Gold erst seinen unaufhaltsamen Aufwärtstrend beginnt – der räumlich und zeitlich aber nicht abschätzbar ist.

Die Tatsache, dass institutionelle Anlegern so wenig Gold besitzen ist für uns, angesichts der obsessiven Inflationspolitik der Zentralbanken auf der ganzen Welt, erstaunlich.

Der World Gold Council sagt: „Gold ist das einzige Reservevermögen, das weder ein politisches Risiko noch ein Kreditrisiko birgt, noch kann es von den Druckmaschinen oder außergewöhnlichen geldpolitischen Maßnahmen abgewertet werden. Das gelbe Metall ist isoliert von Einkommensungleichheit, Polarisierung politischer Parteien, Handelsstreitigkeiten, sich verschlechternden Staatshaushalten, schnell alternden Bevölkerungsgruppen, massivem Wachstum nicht finanzierter Verbindlichkeiten und Kontrahentenrisiko.“

Schwellen- und Entwicklungsländer halten nur 5% ihrer gesamten Reserven in Gold, verglichen mit einem Anteil von 16% in den Industrieländern. Der Anteil von Gold an den globalen Gesamtreserven ist in den letzten 20 Jahren von 13,5% auf 10,6% gesunken.

Institutionelle Anleger auf der ganzen Welt besitzen im Grunde genommen kein Gold. Gold ist heute trotz seines bescheidenen Anstiegs in den vergangenen Monaten die Antwort auf die Frage: Gibt es einen Vermögenswert oder eine Anlageklasse, die unterbewertet oder unterbesessen ist, ihren Wert bei einer starken Inflation bewahren würde und von COVID-19 oder der Zerstörung des Unternehmenswerte nicht beeinträchtigt wird?“