Schweizer Forscher legen brillantes Konzept zur Klima-Rettung vor

| 12. August 2019, 19:51

Zürich, 12. August (WNM) - Schweizer Wissenschaftler (Bastin et al.) haben direkte Messungen der Waldbedeckung verwendet, um ein Modell des weltweiten Waldwiederherstellungspotenzials zu erstellen (siehe die Perspektive von Chazdon und Brancalion). Das berichtet das Magazin Science.

Die räumlich ausgelegten Karten zeigen, wie viel zusätzliche Baumbedeckung außerhalb bestehender Wälder sowie landwirtschaftlicher und städtischer Flächen global möglich wäre. Ökosysteme könnten zusätzliche 0,9 Milliarden Hektar zusammenhängenden Wald unterstützen. Dies würde eine Zunahme der Waldfläche um mehr als 25% bedeuten, einschließlich mehr als 500 Milliarden Bäumen und mehr als 200 Gigatonnen zusätzlichen Kohlenstoffs zum Zeitpunkt der Reife. Eine solche Änderung hat das Potenzial, den atmosphärischen Kohlenstoffpool um etwa 25% zu verringern.

Die Wiederherstellung von Bäumen bleibt eine der wirksamsten Strategien zur Eindämmung des Klimawandels. Schweizer Forscher haben die potenzielle globale Baumbedeckung kartiert, um zu zeigen, dass unter dem gegenwärtigen Klima 4,4 Milliarden Hektar Wald-Fläche existieren könnten. Unter Ausschluss der vorhandenen Bäume sowie der landwirtschaftlichen und städtischen Gebiete ergab sich Platz für zusätzliche 0,9 Milliarden Hektar Wald-Fläche, auf denen 205 Gigatonnen Kohlenstoff in Gebieten gespeichert werden könnten, die auf natürliche Weise Wälder und Wälder tragen würden.

Dies unterstreicht die globale Aufforstung als bislang effektivste Lösung für den Klimawandel, so die Forscher.

Doch der Klimawandel kann auch diese potenzielle Baumbedeckung verändern. Die Forscher schätzen, dass, wenn sich beim Klimawandel nichts Gravierendes ändert, die globale potenzielle Waldfläche bis 2050 um ~ 223 Millionen Hektar schrumpfen kann, wobei die überwiegende Mehrheit der Verluste in den Tropen auftritt. "Unsere Ergebnisse unterstreichen die Möglichkeit des Klimaschutzes durch eine globale Aufforstung, zeigen aber auch den dringenden Handlungsbedarf", so die Forscher in ihrem Abstract.