Studie: UN-Ziele für Nachhaltigkeit erfordern massive Anstrengung

| 27. August 2019, 12:02

Wien, 27. August (WNM) - Das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) ist ein wissenschaftliches Forschungsinstitut mit Sitz in Laxenburg bei Wien. Das Institut hat nun eine Studie vorgelegt, in der erklärt wird, wie die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) erreicht werden können.

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung und das Pariser Übereinkommen über den Klimawandel erfordern tiefgreifende Veränderungen, die ergänzende Maßnahmen von Regierungen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft erfordern. Die IIASA hat zu einer neuen Studie beigetragen, in der sechs wichtige Veränderungen beschrieben werden, die zur Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele erforderlich sind.

Die SDGs konzentrieren sich auf zeitgebundene Ziele für Wohlstand, Menschen, Planeten, Frieden und Partnerschaft - insgesamt bekannt als die fünf Ps. Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 mit ihren 17 SDGs und dem Pariser Klimaschutzabkommen haben die UN-Mitgliedstaaten einen wirksamen Rahmen für nationale Maßnahmen und weltweite Zusammenarbeit im Bereich der nachhaltigen Entwicklung geschaffen, während das Pariser Abkommen die Unterzeichnerstaaten dazu verpflichtet hat, bis Mitte des Jahres eine Netto-Null-Emission von Treibhausgasen zu erreichen des Jahrhunderts.

Das SDG 13 zum Klimawandel verweist speziell auf das Pariser Übereinkommen und stellt fest, dass die UN-Klimarahmenkonvention „das wichtigste internationale zwischenstaatliche Forum für die Aushandlung der globalen Reaktion auf den Klimawandel“ ist Offenbar fehlt ein gemeinsames Verständnis dafür, wie die 17 SDGs operationalisiert werden können.

Die Verfolgung der Ziele erfordert tiefgreifende, bewusste, langfristige strukturelle Veränderungen in Bezug auf Ressourcennutzung, Infrastruktur, Institutionen, Technologien und soziale Beziehungen, die in einem relativ kurzen Zeitfenster stattfinden müssen.

Frühere gesellschaftliche Veränderungen wie die Industrialisierung im Europa des 19. Jahrhunderts seien durch technologische Veränderungen wie die Dampfmaschine ausgelöst und weitgehend ungesteuert erfolgt, während Technologien des 20. Jahrhunderts wie Halbleiter, Internet und globale Ortungssysteme durch gezielte Innovationen gefördert wurden, um militärische Ziele zu erreichen.

Die Autoren betonen, dass es von entscheidender Bedeutung ist, dass SDG-Transformationen formal ausgerichtet sind, um zeitgebundene, quantitative Ziele wie die Netto-Null-CO2-Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts zu erreichen.