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Amazon, Microsoft, Google bauen Geschäfte mit Öl-Industrie aus

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Die Tech-Unternehmen reden viel von Klimaschutz, ihre Geschäfte mit der Öl- und Gas-Industrie wachsen jedoch.

New York, 2. Oktober (WNM) – Die New York Times widmet sich der Frage, wie ernst es die großen Technologie-Firmen mit dem Klimaschutz meinen. Mitarbeiteraktivismus und Druck von außen hätten  Amazon, Microsoft und Google zwar dazu gebracht, ihre CO2-Emissionen zu senken. Aber es gäbe noch eine andere Seite, auf der von Reduktion nicht die Rede sein könne: Die der Tech-Giganten Geschäftsbeziehungen zur Öl- und Gasindustrie wachsen beständig. 

Als Microsoft im September ein Treffen mit allen Mitarbeitern abhielt, fragte ein Mitarbeiter CEO Satya Nadella, ob es ethisch vertretbar sei, Cloud-Computing-Dienste an Unternehmen für fossile Brennstoffe zu verkaufen benannt werden. Der Arbeiter sagte Nadella, dass solche Partnerschaften die Treibhausgasemissionen der Ölfirmen erhöhen würden, referiert die NYT von dem Treffen.

Microsoft und andere Technologiegiganten stünden im Wettbewerb um lukrative Partnerschaften mit ExxonMobil, Chevron, Shell, BP und anderen Energieunternehmen. In vielen Fällen haben sie nicht nur Daten aus der Ferne gespeichert, sondern auch Tools für künstliche Intelligenz, um bessere Bohrpunkte zu finden oder Beschleunigung der Raffinerieproduktion.

Laut Vivek Chidambaram von der Energieberatung von Accenture, gäbe die Öl- und Gasindustrie jedes Jahr rund 20 Milliarden US-Dollar für Cloud-Services aus, was etwa 10% des gesamten Cloud-Marktes ausmacht. Es sei noch nicht klar, ob sich dieses Investment für die Förderindustrie auch rechnen werde, obwohl die Experten weiterhin optimistisch sind, was die Anwendung fortschrittlicher Technologien auf die Öl- und Gasexploration betrifft.