USA: Nonnen fordern von Blackrock mehr Klima-Maßnahmen

| 23. Dezember 2019, 0:01
nuns (Photo by Felix Koutchinski on Unsplash)

NEW YORK CITY, 22. Dezember (WNM/Financial Times) - Eine Gruppe katholischer Nonnen kritisiert den weltgrößten Fondsmanager Blackrock scharf. Die Nonnen behaupten, dass Blackrock nicht genug unternehme, um die globale Erwärmung zu bekämpfen, schreibt die Financial Times.  

Der Investment-Arm der Sisters of Mercy of the Americas, Mercy Investment Services, kritisiert insbesondere das Abstimmungsverhalten von Blackrock bei Anträgen zu Klimamaßnahmen in den Firmen, an denen Blackrock beteiligt ist. 

Die Schwestern haben im Vorfeld der Jahreshauptversammlung von BlackRock im nächsten Jahr einen Antrag eingereicht, in dem sie den Vermögensverwalter auffordern, die Abstimmungsgrundsätze in Bezug auf den Klimawandel zu überprüfen. Der Beschluss wurde von mehr als zehn weiteren BlackRock-Aktionären, unter anderem mehrere religiöse Gruppierungen, gemeinsam eingereicht.

Mercy Investment Services sagt, dass BlackRock 2019 nur sechs von 52 klimarelevanten Resolutionen – wie beispielsweise Anträge auf Offenlegung von CO2-Emissionen oder die Verabschiedung von Zielen zur Treibhausgas-Reduktion – unterstützt hat. 

In dem Antrag erklärte Mercy Investment Services, dass die Abstimmungspraktiken des Vermögensverwalters „mit dessen Aussagen zum Klimawandel unvereinbar zu sein scheinen“ und sowohl bei Kunden als auch bei Investoren ein Reputationsrisiko für das Unternehmen darstellen. 

BlackRock sagte, es würde mit den Aktivisten sprechen. Das Team habe sich „mit 370 Unternehmen weltweit zu einer Reihe von Umweltthemen zusammengetan“. 

„Wenn Unternehmen auf unser Engagement nicht reagieren oder wenn wir nicht genügend Fortschritte und Aufmerksamkeit in Richtung Klimaaktivitäten sehen, dann stimmt BlackRock gegen die Direktoren der betroffenen Beteiligungen und gegebenenfalls für die Vorschläge von Aktionären“, sagte Blackrock der Financial Times.