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Türkei: Ab 2030 wird das Wasser knapp

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Die Türkei wird in naher Zukunft die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums, der Industrialisierung und des Klimawandels auf die Wasserversorgung des Landes zu spüren bekommen, sagte ein hochrangiger Beamter des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft. Das berichtet Hurriyet Daily News.

ISTANBUL, 23. Dezember (WNM/Hurriyet) – Die Türkei wird in naher Zukunft die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums, der Industrialisierung und des Klimawandels auf die Wasserversorgung des Landes zu spüren bekommen, sagte ein hochrangiger Beamter des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft. Das berichtet Hurriyet Daily News.

„Gemäß den aktuellen Berechnungen ist die Türkei weder ein wasserarmes noch ein wasserreiches Land. Die Türkei ist aber ein Land mit Wassermangel. Tatsächlich zeigen viele Untersuchungen, dass es möglich ist, dass unser Land in naher Zukunft unter Wasserknappheit zu leiden haben wird“, sagte Mustafa Uzun, der im Ministerium für Wassermanagement zuständige Direktor. 

Während einer Veranstaltung im Rahmen der „National Basin Management Strategy“ sagte Uzun, dass der Bedarf an Süßwasserressourcen jeden Tag weiter zunimmt. 

Laut Uzun verringern das schnelle Bevölkerungswachstum und damit der steigende Bedarf, in Verbindung mit den Auswirkungen der Industrialisierung, die Wasserressourcen auf der ganzen Welt erheblich. 

Nach seinen Angaben beträgt die jährliche Pro-Kopf-Wasserversorgung in der Türkei derzeit 1.365 Kubikmeter. Unter Berücksichtigung der negativen Auswirkungen wird dieser Wert im Jahr 2030 voraussichtlich auf 1.120 Kubikmeter sinken. 

Das Problem sei nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Wassers, sagte Uzun. Er fügte hinzu, dass extreme Wetterbedingungen, die Überschwemmungen verursachen, der Wasserqualität schaden. 

Die Forschungen des Ministeriums zum Klimawandel zeigen neben Hitzewellen einen erwarteten Anstieg der Temperaturen und nachfolgender Dürreperioden.

Uzun teilte außerdem mit, dass Pläne für Dürreperioden für das östliche Schwarzmeerbecken bis 2023 abgeschlossen sein sollen.