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Barclays: Pensionsfonds fordern Kredit-Stopp für Öl- und Gasfirmen

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Elf Pensions- und Investmentfonds fordern erstmals in Großbritannien eine Bank dazu auf, keine Kredite mehr an fossile Brennstoff-Projekte zu vergeben.

LONDON, 9. Januar (WNM/Guardian) – Elf Pensions- und Investmentfonds, die ein Vermögen von mehr als 130 Milliarden Pfund verwalten, fordern Barclays dazu auf, klare Ziele für den Ausstieg aus Dienstleistungen für Energieunternehmen festzulegen, die die Pariser Klimaziele nicht einhalten. Das berichtet der Guardian (https://www.theguardian.com/business/2020/jan/08/pension-funds-urge-barclays-to-stop-lending-to-fossil-fuel-firms).

Zu den Leistungen gehört die Kreditvergabe an fossile Brennstoff-Projekte oder an Unternehmen, zu denen auch Strom- und Gasversorger gehören, die gegen die Klimaziele verstoßen. 

Die Aktion wird von der Gruppierung ShareAction angeführt und wurde von mehr als 100 weiteren Einzelaktionären unterzeichnet. Die Hauptversammlung von Barclays im Mai 2020 soll dann darüber abstimmen. 

Die Brunel Pension Partnership (BPP), die 30 Milliarden Pfund an kommunalen Renten verwaltet, ist einer der institutionellen Anleger, die den Beschluss unterstützen. 

Eine kürzlich in Auftrag gegebene Studie zeigte, dass Barclays der größte Geldgeber für fossile Brennstoffe in Europa und der sechstgrößten der Welt ist. 

Barclays wurde auch von Umweltschutzaktivisten wie ShareAction und Greenpeace wegen seiner Klimapolitik kritisiert, die deren Meinung nach nicht weit genug reichen. 

Barclays hatte im Januar vergangenen Jahres zwar verkündet, zukünftig keine neuen Abbauprojekte sowie keinen Bau oder Ausbau von Kohlekraftwerken mehr zu finanzieren. Damit kann Barclay aber weiterhin Unternehmen finanzieren, die in hohem Maße von Kohle abhängig sind, oder auch Teersandprojekte und Öl- und Gasprojekte in der Arktis. 

Barclays sagte dem Guardian dazu: „Wir arbeiten an der Bekämpfung des Klimawandels und treffen uns regelmäßig mit Share Action und anderen Aktionären, um sie über unsere Fortschritte auf dem Laufenden zu halten.“