Klimawandel: Aktionäre setzen Vermögensverwalter unter Druck

| 13. Januar 2020, 0:35

Ein Zusammenschluss von Aktionären - einschließlich öffentlicher Pensionskassen - attackiert BlackRock, Vanguard, JPMorgan und T Rowe Price, vier der weltweit größten Vermögensverwalter, wegen ihres Abstimmungsverhaltens zu Klimawandel-Themen in Hauptversammlungen. Das berichtet die Financial Times.

Die größten Investoren der Welt geraten wegen ihrer Rolle im Klimawandel unter starken Druck. Mittlerweile liegt der Schwerpunkt der Bekämpfung der globalen Erwärmung nicht nur mehr auf Öl, Gas und Bergbau, sondern auch auf den Unternehmen, die die Produzenten fossiler Brennstoffe finanzieren. 

Die Aktionäre haben vor der Jahreshauptversammlung 2020 bei den vier Vermögensverwaltern Beschlüsse eingereicht und die Fondshäuser aufgefordert, ihre Abstimmungsgrundsätze in Bezug auf Fragen des Klimawandels zu überprüfen. 

Es wird davor gewarnt, dass Vermögensverwalter, die nicht gegen den Klimawandel vorgehen, das Vermögen ihrer Kunden gefährden. Der scheidende Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, hatte sogar davor gewarnt, dass einige Vermögenswerte wertlos werden würden. 

BlackRock und Vanguard haben bisher konsequent gegen Klima-Resolutionen gestimmt, die in der Regel mehr Informationen darüber verlangen, wie ein Unternehmen von der globalen Erwärmung betroffen sein könnte.

BlackRock sagte der Financial Times, dass das Unternehmen besorgt sei über das Klimarisiko und dessen Auswirkungen auf den Unternehmenswert. „Wir glauben, dass sich die Auswirkungen des Klimarisikos auf die Anlageportfolios rasch nachweisen lassen werden. Wir verstärken unser Engagement mit Unternehmen in dieser kritischen Frage."