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Studie: Industrieunternehmen fallen beim Klimaschutz weltweit zurück

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Nur ein Fünftel der weltweiten Industrieunternehmen haben Pläne zur Reduktion von Emissionen, die auch den Pariser Klimaschutz-Zielen entsprechen. Das zeigt eine aktuelle Studie.

LONDON, 5. Februar (WNM) – Weniger als ein Fünftel der weltweit größten, börsennotierten Industrieunternehmen tragen tatsächlich dazu bei, die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Der Grund sind nicht-ambitionierte CO2-Emissionsziele, zeigen Untersuchungen einer Investoren-Gruppe mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 18 Billionen US-Dollar (https://www.transitionpathwayinitiative.org/tpi/publications).

Laut einem Bericht der Transition Pathway Initiative (TPI) haben nur 14 von 72 Unternehmen aus den Sektoren Papier, Zement, Stahl und Aluminium Pläne zur Minderung der Emissionen, die mit den Zielen des Pariser Klimaabkommen in Einklang stehen. 

TPI bewertet, wie gut Unternehmen auf den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und auf die Bekämpfung des Klimawandels vorbereitet sind. Die Gruppierung wird von Vermögensverwaltern wie Aberdeen Standard Investments und Legal & General unterstützt. 

Die Untersuchung bewertete Unternehmen wie ArcelorMittal, Alcoa und Rio Tinto. Sie kam zu dem Schluss, dass die Schwerindustrie und die Papierbranche nicht genug unternommen haben, um ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Auf die Industrie entfällt rund ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen. 

Während fast alle Unternehmen den Klimawandel als Geschäftsrisiko benennen, verfügten nur zwei Drittel über Emissionsziele, so der Bericht. Dazu gehörten Kobe Steel, DowDuPont und China National Building Material. 

Die Studie, die von Forschern der London School of Economics durchgeführt wurde, zeigt, dass der Aluminiumsektor im Hinblick auf die Kohlenstoffemissionen zu den schlechtesten zählt. 

Der Sektor sei „nur geringfügig besser als Öl- und Gasproduzenten und Fluggesellschaften“, sagte TPI. „Die Kohlenstoffbilanz der Aluminium- oder Stahlbranche hat sich nicht verbessert, und die gesamte Industrie bewegt sich zu langsam“.