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Studie: „Mangelhafte“ Nachhaltigkeits-Angaben europäischer Firmen

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Die Angaben europäischer Unternehmen zu Klimawandel und anderen Nachhaltigkeitsthemen sind „mangelhaft“. Das zeigt eine aktuelle Studie.

LONDON, 19. Februar (WNM/Reuters/Simon Jessop) – Die Angaben europäischer Unternehmen zu Klimawandel und anderen Nachhaltigkeitsthemen sind „mangelhaft“. Das zeigt eine aktuelle Studie. 

Eine Studie der Alliance for Corporate Transparency von 1.000 europäischen Unternehmen ergab, dass es große Unterschiede zwischen den Worten und tatsächlichen Handlungen vieler Firmen gibt. 

In Bezug auf das Klima zeigte die Studie beispielsweise, dass zwar 36,2 Prozent der Unternehmen ein Klimaziel festgelegt haben, aber nur 13,9 Prozent auch sicherstellen, dass sie sich an das von den Vereinten Nationen unterstützte Pariser Klimaabkommen von 2015 halten. 

Von den analysierten Unternehmen gaben nur 23,4 Prozent spezifische Informationen an, die es den Lesern ermöglichen, die Klima-Risiken zu verstehen, denen die Firmen ausgesetzt sind. Und das, obwohl 53,8 Prozent der Unternehmen angaben, das Vorhandensein solcher Risiken zu erkennen. 

Innerhalb des Finanzsektors waren die Ergebnisse noch schlechter: Nur 13,4 Prozent der Unternehmen äußerten sich spezifisch zum Engagement ihrer Kredit-, Investitions- und Zeichnungsaktivitäten in Sektoren, die zum Klimawandel beitragen, während überhaupt nur 3,1 Prozent eine Abschätzung des Risikos des Klimawandels auf ihre Vermögenswerte abgaben.