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Nachhaltigkeits-Fonds: Erste Anzeichen einer Blase

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Die Zuflussrate in „nachhaltige“ Fonds in den USA hat sich 2019 vervierfacht. Analysten warnen vor einer Blasen-Bildung, denn Unternehmen mit den besten ESG-Rankings werden derzeit mit einem Aufschlag von 30 Prozent gehandelt.

NEW YORK, 21. Februar (WNM) – Laut dem Datenanbieter Morningstar wurde im vergangenen Jahr ein Rekordbetrag von 21 Milliarden US-Dollar in „sozial verantwortliche“ Investmentfonds, die in Unternehmen mit den besten Umwelt-, Sozial- und Governance-Werten (ESG) anlegen, in den USA investiert. Damit wurde die Zuflussrate aus dem Jahr 2018 fast vervierfacht. 

Somit profitieren Unternehmen mit starken ESG-Werten vom steigenden Interessiere in dieser bisherigen Nische. 

Unternehmen mit den besten ESG-Rankings werden derzeit mit einem Aufschlag von 30 Prozent, gemessen am Preis-Gewinn-Verhältnis, im Vergleich zu dort am schlechtesten abschneidenden Firmen, gehandelt. Das sagte Savita Subramanian, Leiterin der US-Aktienstrategie bei der Bank of America, zur Financial Times. Sie beschreibt die Dichotomie auf den US-Märkten sogar als „monströs“: Zuflüsse in ESG-Fonds, sagte sie, „treiben diese Bewertungsdiskrepanz voran“. 

Einige Analysten begrüßen die Preisunterschiede und sehen darin eine Bestätigung der Idee, dass börsennotierte Unternehmen die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen sollten – einschließlich der Mitarbeiter, Kunden und der Gesellschaft insgesamt. 

Andere Analysten befürchten eine Blase in Bereichen wie erneuerbare Energien, die die Preise auf nicht nachhaltige Höchststände treibt.