Corona-Pandemie bremst Nachhaltigkeits-Ziele der UNO

| 15. Mai 2020, 8:57

WASHINGTON, 14. Mai (WNM/Johns Hopkins Center for Health Security) - WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte den kürzlich veröffentlichten Bericht zur Weltgesundheitsstatistik 2020, in dem die Gesundheitsstatistik auf die UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung hin überprüft wird (https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/332070/9789240005105-eng.pdf?ua=1).

Aus dem Bericht geht hervor, dass weltweit erhebliche Fortschritte erzielt wurden, wobei einige der größten Zuwächse in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu verzeichnen sind. Von 2000 bis 2016 stieg die Lebenserwartung in diesen Ländern um 21 Prozent und in Ländern mit höherem Einkommen um ca. 4 Prozent. Der Zugang zu vorbeugenden Behandlungen für häufige Krankheiten wie HIV und Malaria ermöglicht einen Großteil der Verbesserung (https://www.who.int/news-room/detail/13-05-2020-people-living-longer-and-healthier-lives-but-covid-19-threatens-to-throw-progress-off-track). 

Die Corona-Pandemie droht einige dieser Fortschritte aufzuhalten oder gar umzukehren: Globale Gesundheits-Aspekte wie routinemäßige Impfungen und der Zugang zu wesentlichen Gesundheitsdiensten werden durch die Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen negativ beeinflusst. 

Neben den Auswirkungen auf die Bereitstellung und Verfügbarkeit von Gesundheitsdiensten dürfte auch die Zahlungsfähigkeit für die Gesundheitsversorgung beeinträchtigt werden. Die WHO schätzt, dass eine Milliarde Menschen weltweit (13 Prozent der Weltbevölkerung) bis Ende 2020 10 Prozent oder mehr ihres Einkommens für die Gesundheitsvorsorge aufwenden werden müssen.