Ölkonzern Total: Aktionäre stimmen gegen Klimaschutz-Maßnahmen

| 31. Mai 2020, 10:24

PARIS, 31. Mai (WNM) – Die Mehrheit der Aktionäre des Ölriesen Total haben gegen vorgeschlagene Klimaschutz-Maßnehmen gestimmt. Eine Investorengruppe hatte Total aufgefordert, die Satzung zu ändern, um mehr in Richtung der Ziele des Pariser Klimaschutz-Abkommens zu unternehmen. 

Während die Total-Aktionäre allen vom Management des Unternehmens vorgelegten Beschlüssen zustimmten, lehnte eine große Mehrheit (83,2 Prozent) den Klima-Vorschlag ab. Der Total-Verwaltungsrat hatte den Aktionären empfohlen, dem Entwurf nicht zuzustimmen. 

Anfang Mai hatte Total neue Klimainitiativen angekündigt, die bis 2050 das Erreichen der Netto-Null-Emissionen vorsehen. „Wir sind entschlossen, die Energiewende voranzutreiben und gleichzeitig den Shareholder Value zu steigern. Heute kündigen wir unser neues Klimabestreben an, bis 2050 gemeinsam mit der Gesellschaft auf Net Zero zu kommen. Der Verwaltungsrat ist der Ansicht, dass die globale Roadmap, Strategie und Maßnahmen von Total einen Weg darstellen, der mit den Zielen des Pariser Abkommens im Einklang steht“, sagte der Vorsitzende und CEO Patrick Pouyanné Anfang Mai.