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Analysten: Elektro-Strategie von VW und Daimler wird grandios scheitern

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Der geplante Einstieg der deutschen Autobauer in die Elektro-Autos hat keine Chance auf Erfolg, meinen die Bestseller-Autoren Weik&Friedrich.

Stuttgart, 2. Oktober (WNM) – In ihrem aktuellen Anleger-Brief zeichnen die Bestseller-Autoren Weik&Friedrich ein wenig optimistisches Bild für die Zukunft der deutschen Automobil-Industrie. Sie glauben, dass VW und Daimler ein „existentielles Problem“ haben werden, sollte sich das Elektroauto weltweit nicht durchsetzen. Weik&Friedrich: „Jeder soll ein Elektroauto fahren. Abgesehen davon, dass sich dies ein Großteil der Bevölkerung überhaupt nicht leisten kann, fehlt es auch noch an der dafür notwendigen Infrastruktur (Ladesäulen). Deutschlands größter Automobilkonzern VW setzt voll auf Elektromobilität. VW will bis 2025 ein Viertel seiner Flotte mit Elektro- oder Hybridantrieben ausstatten. Daimler beabsichtigt laut der SPIEGEL sogar die gesamte Flotte bis 2022 zu elektrifizieren. Das ist eine heiße Wette! Sollte sich das Elektroauto, wieso auch immer nicht durchsetzen, dann hätten die Wolfsburger und Stuttgarter Autobauer ein  gravierendes, voraussichtlich sogar existentielles Problem. Wir gehen davon aus, dass VW und Daimler mit dieser Strategie grandios scheitern werden.“

Die Ursache sehen die beiden Bestseller-Autoren in einer bereits eingetretenen Wirtschaftskrise in Deutschland: „Das Herzstück der deutschen industriellen Produktion befindet sich bereits in einer Rezession. Wir sehen hier auch keine Besserung in Sicht. Es ist keinesfalls sicher, dass die deutsche Autoindustrie wieder in altem Glanze erstrahlen wird. Wir gehen jedenfalls nicht davon aus. Die Rahmenbedingungen werden immer schlechter. Obendrein ist bei zahlreichen Politikern und Teilen der Bevölkerung offenkundig ein gewollter Trend zur Deindustrialisierung unseres Landes zu erkennen. Die hysterisch geführte Klima- und Abgasdiskussion sowie der mutmaßlich scheiternde Umbau der deutschen Industrie zur Elektromobilität sind lediglich einige Zeichen dafür. Von der zum Scheitern verurteilten Energiewende ganz zu schweigen. Mittlerweile haben wir in Deutschland mit Dänemark die höchsten Strompreise in der EU. Geredet wird viel in der Politik, geliefert dafür wenig.“

Die Lage im Automobilsektor sei bereits jetzt schlecht, schreiben die Autoren: „Weltweit verkaufte die Automobilbranche im ersten Halbjahr 2019 rund fünf Prozent weniger Autos als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahlen von Deutschlands Schlüsselindustrie, der Automobilindustrie, sehen wesentliche verheerender aus. Der Output der PKW-Produktion stieg im August 2019 um +1,0% zum Vorjahresmonat, auf 313’200 Einheiten. In den ersten 8 Monaten 2019 sank der Output aber immer noch um relevante -10,6% zum Vorjahreszeitraum, auf 3,160400 Millionen Einheiten.“  Bereits im Jahr 2018 sei die Produktion um -9,4% zum Vorjahr eingebrochen, weshalb diese Entwicklung besonders kritisch sei.