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USA: Ausfallraten bei Autokrediten steigen deutlich

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Die Zahl der neu abgeschlossenen Autokredite in den USA erreicht neue Rekordwerte – ebenso die Zahlungsverzüge. US-Spekulanten setzen auf Wertpapiere, die durch die Subprime-Autokredite besichert sind, schreibt die Financial Times.

NEW YORK, 26. November (WNM) – Nach Angaben der Federal Reserve Bank of New York (https://www.newyorkfed.org/medialibrary/interactives/householdcredit/data/pdf/HHDC_2019Q3.pdf) erreichte die Summe der offenen Autokredite in den USA zum Ende des dritten Quartals mehr als 1,3 Billionen US-Dollar. In den vergangenen drei Monaten wurde neue Autokredite in der Höhe von 159 Milliarden US-Dollar abgeschlossen – der zweithöchste jemals gemessene Quartalswert. 

Von diesen 1,3 Billionen US-Dollar an Autokrediten sind 4,8 Prozent oder etwa 62 Milliarden US-Dollar bereits in Zahlungsverzug. Während der Finanzkrise hatte dieser Prozentsatz 5,2 Prozent erreicht, schreibt die Financial Times. Die Zahlen der Federal Reserve Bank of New York zeigen außerdem, dass der Anteil an Autokrediten, deren Rückzahlungen bereits mehr als 90 Tage in Verzug sind, stetig ansteigen.

US-Investoren und Spekulanten verweisen aber auf die niedrige Arbeitslosigkeit, steigende Löhne und eine geringe Verschuldung der privaten Haushalte. Trotz einer schwächelnden Wirtschaftsleistung und steigenden Ausfallsraten wächst die Nachfrage nach Wertpapieren, die durch hoch-riskante US-Autokredite abgesichert sind.  

Nach Angaben von Finsight (https://finsight.com/sector/Auto/Subprime%2520Loan?products=ABS&regions=USOA) wurden dieses Jahr bereits 29 Milliarden US-Dollar an so genannten subprime auto ABS (also Wertpapiere, deren Forderungen durch Autokredite besichert sind) ausgegeben. Die Rekordmarke von 32 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr wird 2019 wohl geknackt werden. Und das, obwohl die Verkaufszahlen sowohl für Neuwägen als auch für LKW in diesem Jahr zurückgehen.