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Studie: Ab 2030 mehr Öffis und Fahrräder als private Autos in Großstädten

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Laut einer aktuellen Studie werden sich die „nachhaltigen“ Transportmittel in Großstädten schon innerhalb eines Jahrzehnts durchsetzen.

LONDON, 10. Februar (WNM/Reuters/Sonia Elks) – Laut einer aktuellen Studie werden sich die „nachhaltigen“ Transportmittel in Großstädten schon innerhalb eines Jahrzehnts durchsetzen. 

Private Autofahrten werden bis 2030 durchschnittlich um zehn Prozent zurückgehen und damit weniger als die Hälfte aller Transportwege in Städten ausmachen. Gleichzeitig gewinnen die öffentlichen Verkehrsmittel, das Fahrrad und das Zufußgehen an Beliebtheit. Das zeigt die aktuelle Mobility Futures-Studie. 

„Es muss die Aufgabe eines jeden Bürgermeisters und einer jeden Stadtregierung sein, etwas zu unternehmen“, sagte Rolf Kullen, Mobilitätsdirektor des Bberatungsunternehmens Kantar, zu Reuters. Kantar hat die Studie in 31 Städten durchgeführt. 

„Die Städte beginnen zu verstehen, dass eine Stadt nicht um ein bestimmtes Transportmittel herum organisiert werden kann … es sollte sich alles um die Menschen in der Stadt drehen.“

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Diese Zahl wird bis 2050 auf fast 70 Prozent ansteigen. 

Viele städtische Behörden versuchen bereits, private Autofahrten zu erschweren. Gleichzeitig ermöglichen der Boom bei Fahrrad-Verleih-Anbietern und elektrisch angetriebenen Kleinfahrzeugen den Bewohnern neue Transportmöglichkeiten.

Private Autofahrten machen derzeit etwas mehr als die Hälfte aller Fahrten in Großstädten aus. Diese Zahl wird bis 2030 auf 46 Prozent sinken, sagen die Forscher. 

Der Verkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß wird im selben Zeitraum insgesamt 49 Prozent ausmachen und damit einen globalen „Wendepunkt“ für nachhaltigen Transport einleiten, so die Studie.