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Singapur entwickelt erstes virtuelles Kraftwerk zur Verknüpfung von Energie-Ressourcen

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Strom aus dezentralen Energieressourcen wie Solaranlagen und Energiespeichersystemen in Singapur könnte bald so koordiniert werden, dass er wie ein einziges Kraftwerk funktioniert.

Singapur, 8. Oktober (WNM / Pressemitteilung) – Strom aus dezentralen Energieressourcen wie Solaranlagen und Energiespeichersystemen in Singapur könnte bald so koordiniert werden, dass er wie ein einziges Kraftwerk funktioniert.

Dies würde durch die Entwicklung eines virtuellen Kraftwerks (VPP) ermöglicht, das eine größere Flexibilität und Skalierbarkeit des Stromnetzes ermöglicht, teilten die Energiemarktbehörde (EMA) und Sembcorp Industries (Sembcorp) in einer gemeinsamen Veröffentlichung am Dienstag mit.

Weltweit entwickelt sich der Energiesektor aufgrund des technologischen Fortschritts und des Klimawandels weiter. Verteilte Energieressourcen (DERs) wie Solar- und Energiespeichersysteme ergänzen heute traditionelle Kraftwerke, die Strom zentral erzeugen. Strom, der aus diesen Energieressourcen beim Endverbraucher erzeugt wird, kann intelligent koordiniert werden wie ein „Einzelkraftwerk“. Ein solches Konzept ist als Virtual Power Plant (VPP) bekannt.

Die Energy Market Authority (EMA) und Sembcorp Industries (Sembcorp) haben gemeinsam der Nanyang Technological University einen Zuschuss für die Entwicklung von Singapurs erstem virtuellen Kraftwerk gewährt. Mithilfe von Echtzeitinformationen aus verschiedenen DERs optimiert der VPP die Leistungsabgabe dieser Ressourcen auf der ganzen Insel. Energiefluktuationen aufgrund von Sonneneinstrahlung an verschiedenen Standorten könnten über das VPP automatisch ausgeglichen werden. Das VPP ist außerdem mit Algorithmen zur Bedarfsprognose und -optimierung ausgestattet, die die Stromnetz- und Marktbedingungen in Singapur berücksichtigen.

VPPs können viele Vorteile mit sich bringen, z. B. Flexibilität, Skalierbarkeit und verbesserte Ausfallsicherheit des Stromnetzes. Neue DERs können problemlos mit dem VPP verbunden werden, während die verteilte Architektur von VPP die mit Single Point of Failures verbundenen Risiken reduziert. Auf diese Weise kann jeder Fehler in einem verteilten Erzeugungssystem schnell isoliert werden, wodurch der Stromausfall für die Endbenutzer begrenzt wird. Ein VPP-Betreiber könnte die verschiedenen DER-Standorte überwachen und steuern und dabei ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sicherstellen.

Dieses VPP wird dazu beitragen, dass Singapur seine Klimaschutzverpflichtungen einhält. Dadurch können sauberere und verteiltere Energieressourcen wie Solar in den Energiemix Singapurs integriert werden, während das Stromnetz stabil bleibt. (Projektdetails sind in Anhang A enthalten)

Der Vorstandsvorsitzende der EMA, Ngiam Shih Chun, sagte: „Die Energielandschaft verändert sich und wir brauchen Lösungen, die unser Wirtschaftswachstum unterstützen und gleichzeitig unsere Umwelt schützen. Deshalb sind Lösungen wie das virtuelle Kraftwerk wichtig, um sauberere Energiequellen in unser Energiesystem zu integrieren. 

„Sembcorp freut sich, unsere Energiekompetenz mit EMA und NTU zu verbinden, um ein virtuelles Kraftwerk für Singapur zu schaffen. Ein VPP wird Singapur durch die Zusammenlegung von erneuerbaren und Energiespeicherressourcen zugute kommen, um den Energie- und Nachhaltigkeitsbedarf des Landes effizienter zu decken “, sagte Matthew Friedman, Chief Digital Officer von Sembcorp.