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Nachhaltigkeitsfonds investieren weiterhin in Öl- und Gas

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Laut einem Bericht des Wall Street Journal investieren acht der zehn größten US-Nachhaltigkeitsfonds noch immer in Öl- und Gaskonzerne.

Nachhaltigkeitsfonds, die sich international damit vermarkten, nur in Unternehmen mit einem Fokus auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (environment, social, governance , kurz: ESG) zu investieren, haben in den ersten drei Quartalen 2019 nach Angaben des Finanzinformationsunternehmens Morningstar rund 13,5 Milliarden US-Dollar an neuen Investitionsmitteln eingesammelt (https://www.morningstar.com/articles/952254/sustainable-investing-interest-translating-into-actual-investments). 

Viele solcher Portfolios sind jedoch nicht ganz so sauber, wie es die Anleger erwarten würden, schreibt das Wall Street Journal (https://www.wsj.com/articles/top-esg-funds-are-all-still-invested-in-oil-and-gas-companies-11573468200): 

Der Großteil der Top-Nachhaltigkeitsfonds schließt Waffenhersteller, Kasinobetreiber und Tabakunternehmen als Beteiligungsziel aus. Die Fonds reduzieren ihre Investitionen in Öl- und Gaskonzerne aber nur sehr schleppend. Acht der zehn größten Nachhaltigkeitsfonds in den USA sind nach wie vor in Öl- und Gasunternehmen investiert. 

So machen Exxon Mobil und andere Energiebeteiligungen beispielsweise immerhin vier Prozent des gesamten Blackrock iShares ESG MSCI USA ETF aus, Occidental Petroleum und weitere Energieunternehmen vier Prozent des Vanguard Group FTSE Social Index Fund.