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EU: Energielobby will Gas-Investitionen als „grün“ bezeichnen

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Zukünftig sollen jeder Investition, die als „ökologisch nachhaltig“ bezeichnet wird, wissenschaftlich fundierte Kriterien zugrunde gelegt werden. Dieses EU-Vorhaben versuchen Öl- und Gas-Lobbyisten abzuschwächen, schreibt der Guardian.

BRÜSSEL, 2 Dezember (WNM) – Zukünftig sollen jeder Investition, die als „ökologisch nachhaltig“ bezeichnet wird, wissenschaftlich fundierte Kriterien zugrunde gelegt werden. Dieses EU-Vorhaben versuchen Öl- und Gas-Lobbyisten abzuschwächen, schreibt der Guardian (https://www.theguardian.com/environment/2019/dec/02/fossil-fuel-lobbyists-push-to-dilute-eu-anti-greenwash-plan).

Mit den EU-Plänen soll dem sogenannten „Greenwashing“ von Investitionen ein Riegel vorgeschoben werden.

Ein Bericht von InfluenceMap (https://influencemap.org/) zeigt, dass zwar viele Investoren ein „grünes Kennzeichnungssystem“ unterstützen. Doch 98 Prozent der 50 größten Investoren in Europa sind Mitglieder in Lobbygruppen, die das EU-Vorhaben abzuschwächen versuchen.

Der InfluenceMap-Bericht zeigt, dass Öl- und Gas-Lobbyisten wie Eurogas, die International Association of Oil and Gas Producers (IOGP), und FuelsEurope Kriterien fordern, die Gasprojekte als „grün“ einstufen würden. 

Das Verbrennen von Gas zur Stromerzeugung führt zwar ungefähr zur Hälfte der Kohlenstoffintensität im Vergleich zur Verbrennung von Kohle, stößt jedoch trotzdem nachweislich Treibhausgase aus, die die Klimakrise beschleunigen. 

FuelsEurope argumentiert, dass „keine Schwelle für die Menge der verwendeten fossilen Brennstoffe gesetzt werden sollte“, und IOGP hat vorgeschlagen, „Investitionen in gasbezogene Projekte als nachhaltig zu betrachten“.