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Japan: Treibhausgas-Emissionen fallen wegen Kernenergie auf Rekordtief

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Japans Treibhausgasemissionen sind bis März 2019 um 3,6 Prozent auf ein Rekordtief gesunken. Grund seien der zunehmende Einsatz von erneuerbaren Energien und die allmähliche Rückkehr der Kernenergie.

Tokio, 3 Dezember (WNM/Reuters) – Japans Treibhausgasemissionen sind bis März 2019 um 3,6 Prozent auf ein Rekordtief gesunken. Das zeigen aktuelle Zahlen der japanischen Regierung. Grund seien der zunehmende Einsatz von erneuerbaren Energien und die allmähliche Rückkehr der Kernenergie.

Es handelt sich dabei um den fünften jährlichen Rückgang in Folge und steht im Gegensatz zum Anstieg der globalen Treibhausgasemissionen. 

Die Emissionen sanken im Jahr 2018/19 auf 1,244 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent. Im Vorjahr waren es 1,291 Milliarden. Damit erreichte Japan den niedrigsten Stand seit 1990/91 – dem Jahr als Japan mit der Erhebung von Daten zu Treibhausgasemissionen begann, zeigen vorläufige Daten des Umweltministeriums.

Japan ist der fünftgrößte Kohlenstoffemittent der Welt und hat sich zum Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2030 um 26% auf 1,042 Milliarden Tonnen zu senken. 

Die Emissionen des Landes waren gestiegen, nachdem die Atomkatastrophe 2011 in Fukushima zur Schließung von Atomkraftwerken und zu einer stärkeren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen geführt hatte. Seit dem Höhepunkt von 1,41 Milliarden Tonnen im Jahr 2013 sind die Emissionen konstant gesunken. 

Die erneuerbaren Energien machten im Jahr 2018 16,9% der gesamten Stromerzeugung von 1,047 Billionen Kilowattstunden (kWh) aus, ein Plus von 0,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.