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Weltgrößter Ölkonzern sucht Versicherung gegen Kriegsrisiko

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Saudi Aramco will sich gegen Kriege und Terroranschläge versichern. Im September wurden einige Ölverwertungsanlagen bei Drohnen- und Raketenangriffen beschädigt.

LONDON/RIYADH, 4. Dezember (WNM/ Reuters/Carolyn Cohn/Stephen Kalin/Marwa Rashad) – Saudi Aramco möchte eine Versicherung gegen Kriege und Terroranschläge abschließen, nachdem im September zwei Ölverwertungsanlagen bei Drohnen- und Raketenangriffen getroffen wurden. Das schreibt Reuters. 

Aramco, das weltgrößte Ölunternehmen, habe bereits bei Versicherungsunternehmen wie Lloyd’s of London angefragt. 

Das Unternehmen sucht Versicherungsschutz für die Anlagen in der Ostprovinz von Saudi-Arabien – dort wo im September die Anschläge stattfanden. 

Aramco schreibt im aktuellen Börse-Prospekt, dass das Unternehmen nicht gegen alle Risiken versichert sei und die derzeitige Deckung möglicherweise nicht vor Terrorismus oder Kriegshandlungen schütze. 

Aramco wollte das aktuelle Vorgehen nicht kommentieren. 

Die verfügbaren Optionen reichen von der Versicherung gegen Terroranschläge oder Sabotage bis hin zu einer vollständigen Absicherung – einschließlich Kriege und Bürgerkriege, sowie einer Entschädigung für die Kosten einer Betriebsunterbrechung. 

Der finanzielle Schaden an den Aramco-Werken durch die Anschläge soll rund 2 Milliarden Riyal (533 Millionen US-Dollar) betragen haben.

Aramco versichert derzeit einen Großteil des Unternehmens über eine firmeneigene Versicherungsgesellschaft, Stellar Insurance, mit Sitz in Bermuda.