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Studie: China muss Kohlekraft-Ausbau stoppen, um Klimaziele zu erreichen

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Um die langfristigen Klima-Ziele zu erreichen, muss China den Bau aller neuen Kohlekraftwerke stoppen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die unter Mitwirkung von Wissenschaftlern der chinesischen Regierung erstellt wurde.

SHANGHAI, 7. Januar (WNM/Reuters) – Um die langfristigen Klima-Ziele zu erreichen, muss China den Bau aller neuen Kohlekraftwerke stoppen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die unter Mitwirkung von Wissenschaftlern der chinesischen Regierung erstellt wurde. 

Chinas Energiestrategie für das nächste Jahrzehnt steht unter ständiger Beobachtung, da das Land darauf abzielt, ab 2030 die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und die Zusagen des Paris Übereinkommens aus 2015 zu erfüllen. 

Mit dem langsamsten Wirtschaftswachstum seit fast 30 Jahren hat China die Genehmigung neuer Kohlekraftwerke aber fortgesetzt. Es wird befürchtet, dass der weltweit größte Treibhausgasproduzent die Umwelt-Verpflichtungen zurückzieht. 

China sei in der Lage, sich schrittweise aus Kohlekraft zurück zu ziehen und damit die globalen Klimaziele zu erreichen. Jedoch nur dann, wenn das Land eine „strukturierte und nachhaltige“ Strategie zur Schließung der Kraftwerke verfolge, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu minimieren, sagt die Studie, die von Wissenschaftlern der chinesischen Regierung in Zusammenarbeit mit der University of Maryland erstellt wurde. 

Der Bericht bewertet mehr als 1.000 bestehende Kohlekraftwerke. Darin heißt es, dass China zuerst den Neubau von Kohlekraftwerken beenden und anschließend ältere und ineffiziente Kraftwerke rasch schließen müsse. 112 Gigawatt entsprechen schon heute nicht den Umweltstandards und könnten sofort abgeschaltet werden. 

China verfügt derzeit über mehr als 1.000 Gigawatt an Kohlekraft-Kapazität, was etwa 60 Prozent der gesamten Erzeugungskapazität des Landes entspricht.