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Ölkonzern Equinor will Treibhausgas-Emissionen in Norwegen massiv reduzieren

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Der staatliche norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor will die Treibhausgasemissionen aus den eigenen Öl- und Gasfeldern in Norwegen im nächsten Jahrzehnt um 40 Prozent reduzieren.

equinor (Photo: Ole Jørgen Bratland / Equinor ASA)

OSLO, 6. Januar (WNM) – Der staatliche norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor will die Treibhausgasemissionen aus den eigenen Öl- und Gasfeldern in Norwegen im nächsten Jahrzehnt um 40 Prozent reduzieren (https://www.equinor.com/en/news/2020-01-06-climate-ambitions-norway.html). 

Das Unternehmen kündigte weiters an, die Emissionen aus der Produktion in Norwegen bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 gegen Null zu senken. Das entspricht ungefähr 13 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. 

Equinor gibt jedoch keine Ziele für die Reduzierung der Emissionen aus der Verwendung oder Verbrennung von Öl und Gas an, was 2018 etwa 314 Millionen Tonnen Kohlendioxid entsprach. Deshalb werfen Umweltschützer Equinor vor, lediglich „Greenwashing“ zu betreiben.

„Wir wissen, dass wir für einige Zeit Öl und Gas brauchen werden, aber weniger, als wir heute produzieren. Für mich ist es also eine Frage, welches Öl und welches Gas. Es geht um die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Eldar Sætre, CEO von Equinor zur Financial Times. 

Sætre sagte, dass Equinor durch den Einsatz von Elektrifizierung – insbesondere großer bestehender Felder – und durch Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Norwegischer Kronen im nächsten Jahrzehnt etwa fünf Millionen Tonnen an Produktionsemissionen einsparen könnte. Er sagte auch, dass die Investitionen für das Unternehmen gewinnbringend wären, da sie die Höhe der zu kaufenden CO2-Steuern und -Vergünstigungen minimieren würde.