„Grüner Diesel“: Eni muss wegen irreführender Werbung Strafe zahlen

| 15. Januar 2020, 13:55
ENI

ROM, 15. Januar (WNM/T&E) - Italienische Regulierungsbehörden haben den italienischen Ölkonzern Eni wegen irreführender Werbung im Fernsehen, in Zeitungen, digitalen Medien und Tankstellen abgestraft. Eni habe fälschlicherweise behauptet, Eni Diesel+ sei „grün“. Die Behörde sagt, dass die Marketingkampagne die Verbraucher getäuscht habe, wenn behauptet wird, dass der „grüne“ Diesel einen positiven Einfluss auf die Umwelt habe, Kraftstoff spare und die Treibhausgasemissionen senke. 

Die italienische Wettbewerbs- und Marktbehörde (all'Autorità Garante per la Concorrenza e il Mercato) verhängte die höchstmögliche Geldbuße in der Höhe von fünf Millionen Euro. 

Die Behörde forderte Eni auf, die Werbung nicht erneut zu verwenden, nachdem die italienische Verbraucherorganisation Movimento Difesa del Citadino, die Umwelt-NGO Legambiente und Transport & Environment (T&E) eine Beschwerde eingereicht hatten. Der Ölkonzern hatte die Werbung seit 2016 im TV, in Print und auf Online-Plattformen geschalten. 

Die Strafe sei ein Rückschlag für die Öl-Industrie, Biokraftstoffe für Politik und Öffentlichkeit als umweltfreundlich und Teil der Lösung für den Klimawandel darzustellen, schreibt T&E.