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Klimakrise: EU fördert 32 Gasprojekte

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Das Europäische Parlament hat 32 große Gas-Infrastrukturprojekte formell unterstützt. Das binde Europa laut Kritikern für Generationen an die Verbrennung fossiler Brennstoffe, schreibt der Guardian.

BRÜSSEL, 17. Februar (WNM/Guardian) – Das Europäische Parlament hat 32 große Gas-Infrastrukturprojekte formell unterstützt. Das binde Europa laut Kritikern für Generationen an die Verbrennung fossiler Brennstoffe, schreibt der Guardian.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments stimmten vergangene Woche mit 443 für den Vorschlag der EU-Kommission, 169 Abgeordnete stimmten dagegen, 36 enthielten sich der Stimme. 

Das Abstimmungsergebnis hatte Umweltgruppen dazu veranlasst, Brüssel „Heuchelei“ in der Bekämpfung der Klimakrise vorzuwerfen. 

Die Gesamtkosten der Investitionen werden auf 29 Milliarden Euro geschätzt. Im Rahmen des EU-Förderprogramms könnten bis zu 50 Prozent der Kosten jedes Projekts von den europäischen Steuerzahlern übernommen werden. 

Das Beratungsunternehmen Artelys schreibt in einem Bericht (https://www.artelys.com/wp-content/uploads/2020/01/Artelys-GasSecurityOfSupply-UpdatedAnalysis.pdf), dass die meisten Projekte, die sich von Irland bis Kroatien erstrecken, „unnötig“ seien. 

Umweltverbände behaupten, dass Gasunternehmen nun die Früchte ihrer intensiven Lobbyarbeit ernten würden.