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USA: Spekulanten wetten gegen Öl- und Gas-Unternehmen

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Hedge-Fonds nehmen Energie-Unternehmens ins Visier, die mit sinkenden Rohstoffpreisen und einem Überangebot in der Branche zu kämpfen haben.

NEW YORK, 3. März (WNM/Financial Times) – Die US-amerikanischen Öl- und Gas-Unternehmen leiden unter sinkenden Rohstoffpreisen und einem Überangebot in der gesamten Branche. Das ist der Grund, warum die Firmen in das Visier von Marktspekulanten geraten sind, die gegen die noch hohen Börsenwerte in dem Sektor wetten.

Leerverkäufer haben seit Anfang Februar um mehr als 460 Millionen US-Dollar aufgestockt. Das geht aus Daten von des Research-Unternehmens S3 Partners hervor, schreibt die Financial Times.  Es handelt sich um die größte Marktbewegung dieser Art in der Branche seit Juni 2019. 

Darüber hinaus haben zwei börsengehandelte Fonds, XOP und OIH, besondere Aufmerksamkeit von Fonds auf sich gezogen, die vom zunehmenden Einbruch des Sektors profitieren möchten. Die Daten zeigen, dass  Leerverkäufe mittlerweile rund 40 Prozent der Anteile an beiden Fonds ausmachen. 

Die Ernüchterung der Anleger gegenüber US-amerikanischen Öl- und Gasunternehmen ist nicht neu – hat sich jedoch plötzlich beschleunigt. 

Leerverkäufer glauben, dass für Energieaktien eine Verschlechterung unmittelbar bevorsteht. Einige haben in den letzten Tagen Listen mit besonders gefährdeten Unternehmen erstellt, die eine plötzliche negative Stimmungsänderung in Bezug auf das Coronavirus bei Hedge-Fonds in den USA widerspiegeln, schreibt die Financial Times.  

Der sinkende Rohstoffpreis ist jedoch nicht das einzige Problem des Enerige-Sektors: Der weltweite Marktabverkauf, der durch die Angst vor wirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus ausgelöst wurde, ist in einer Zeit des Überangebots auf den Energiemärkten eingetreten.