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Auftritt vor den UN: Erdoğans Greta heißt Ermine

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Wenige nach Greta Thunberg trat Ermine Erdoğan von den UN auf – mit einer ähnlichen Botschaft, nur ganz anders vorgetragen.

New York, 27. September (WNM) – Die Türkei strebt mehr Anerkennung für ihr von First Lady Emine Erdoğan unterstütztes Zero Waste Project an. Wenige Tage nach dem spektakulären Auftritt von Greta Thunberg vor den UN, war Emine Erdoğan am Mittwoch Gast bei einer Podiumsdiskussion bei den Vereinten Nationen. Ähnlich wie Thunberg forderte sie die internationale Gemeinschaft auf, Maßnahmen zu ergreifen, anstatt nur zu sprechen und Berichte vorzubereiten. Ermine Erdoğan nahm an einer Veranstaltung am Rande der 74. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen teil und erläuterte das Projekt, bei der sie auf die globale Frage aufmerksam machte.

Frau Erdoğan startete das landesweite Projekt vor zwei Jahren in der Hoffnung, unnötigen Abfall zu minimieren und das Recycling zu erhöhen, von Abfall wie Papier bis hin zu Lebensmitteln. Das Projekt stößt überall in der Türkei auf Interesse, da sich immer mehr Unternehmen und Menschen an den Bemühungen beteiligen. So berichten es jedenfalls Medien, die der türkischen Regierung nahestehen. 

Ermine Erdoğan sagte, dass die Welt in einer „Plasik-Ära“ lebt und dass ein nachhaltiges Leben mit dem Schutz von Boden, Wasser, Klima und biologischer Vielfalt möglich sei. Erdoğan stellte fest, dass das Problem nicht nur die gegenwärtigen, sondern auch die zukünftigen Generationen betrifft.

„Plastik ist bereits Teil des Wassers, das wir trinken, der Luft, die wir atmen, geworden“, sagte sie und bezog sich auf kürzlich in Colorado und Frankreich durchgeführte Studien.

Erdoğan sagte, dass dieser Plastikmüll während seiner Reise im Wasser aufgrund von salzigem Meerwasser und starken Wellen in Mikropartikel aufgespalten wird. Selbst an Stränden, an denen es keine menschliche Besiedlung gibt, gibt es Plastikmüll. „Es wurde festgestellt, dass Mikroplastik mit dem Wind 100 Kilometer in der Luft zurücklegen kann. Dies ist weit über die städtische Umweltverschmutzung hinaus. Kunststoffe, die von einem Ende der Welt geworfen werden, können an völlig andere Orte gelangen. Die Umweltkrise ist ein sehr wichtiger Grund zur Besorgnis,“ warnte die Frau des türkischen Präsidenten.