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Druck durch Hedgefonds: Firmen legen verursachte Umweltbelastung offen

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Unternehmen wie Charter Communications und Moody’s haben versprochen, zukünftig die durch das eigene Unternehmen verursachte Umweltbelastung offenzulegen. Dieser Schritt erfolgte auf Druck des Hedgefonds TCI, der gedroht hatte, in Firmen, die ihre Kohlendioxidemissionen nicht veröffentlichen, gegen den Vorstand zu stimmen. Das berichtet die Financial Times.

Unternehmen wie Charter Communications und Moody’s haben versprochen, zukünftig die durch das eigene Unternehmen verursachte Umweltbelastung offenzulegen. Dieser Schritt erfolgte auf Druck des Hedgefonds TCI, der gedroht hatte, in Firmen, die ihre Kohlendioxidemissionen nicht veröffentlichen, gegen den Vorstand zu stimmen. Das berichtet die Financial Times (https://www.ft.com/content/63ba2652-1531-11ea-8d73-6303645ac406). 

Der Fonds TCI verwaltet ein Vermögen in der Höhe von rund 28 Milliarden US-Dollar. TCI ist beispielsweise mit 3 Prozent an Moody’s und mit 4,2 Prozent an Charter Communications beteiligt. TCI hatte eine Kampagne gestartet, um Unternehmen im eigenen Portfolio zu zwingen, ihre Emissionen offenzulegen und Pläne zu veröffentlichen, wie diese Emissionen reduziert werden können. 

Der TCI-Gründer Christopher Hohn ist ein lautstarker Befürworter einer stärkeren Offenlegung der Kohlendioxidemissionen von Unternehmen. Er sagt, dass Investoren diesen Druck ausüben müssen, da die Regierungen klimabezogene Offenlegungen noch nicht vorgeschrieben haben. 

Zehn Unternehmen – darunter Airbus, Moody’s, Safran, Charter Communications, Anthem, Aena, Atlantia, Canadian Pacific, Getlink und Univar – hatten Schreiben von TCI erhalten, in denen sie wegen der Nicht-Offenlegung umweltrelevanter Informationen gerügt wurden.