Aktivistische Aktionäre erhöhen Druck auf BP und Equinor

| 18. Dezember 2019, 14:00

LONDON, 17. Dezember (WNM/Reuters). Die niederländische Aktivistengruppe Follow This erhöht den Druck auf fünf große US-amerikanische und europäische Ölunternehmen. Sie fordern die Unternehmen in Hauptversammlungsbeschlüssen dazu auf, die Pariser Klimaziele zu erreichen und die CO2-Emissionen zu senken. 

Follow This möchte die Ölunternehmen ExxonMobil und Chevron in den USA sowie Royal Dutch Shell, BP und Equinor in Europa dazu bewegen, in den für die erste Jahreshälfte 2020 geplanten Jahreshauptversammlungen einen Beschluss zum Klimaschutz zu fassen. 

Follow This hält immer Minderheitsbeteiligungen an den betroffenen Unternehmen, damit die Aktivisten Anträge zu Beschlüssen in der Hauptversammlung einbringen können. 

Die Anträge an Exxon und Chevron sind etwas vager formuliert als die Anträge in Europa. Die US-Versionen fordern die Vorstände von Exxon und Chevron dazu auf, „ihre Strategie an Emissionsniveaus auszurichten, die mit dem Ziel des Pariser Klimaabkommens vereinbar sind“. 

Die europäischen Unternehmen hingegen werden dazu aufgefordert, klare und langfristige Ziele festzulegen und zu veröffentlichen, um die Pariser Ziele zu erreichen. 

Die Resolutionen fordern alle Unternehmen nachdrücklich auf, alle Arten von Emissionen in ihre Klimastrategien einzubeziehen – einschließlich der Emissionen aus Kraftstoffen und Produkten, die an Kunden verkauft werden. 

Follow This hatte 2016 erstmals einen Klima-Entschließungsantrag bei Shell eingereicht und vergangenes Jahr die Aktivitäten auf weitere Unternehmen ausgeweitet. 

Die Anträge wurden stets von den Vorständen der Unternehmen abgelehnt und erhielten nie eine Mehrheit. Sie führten jedoch häufig zu Debatten auf den jährlichen Hauptversammlungen.