Private Equity: KKR und TPG wollen Umwelt-Auswirkungen ihrer Beteiligungen offen legen

| 7. Januar 2020, 0:08

LONDON, 5. Januar (WNM/Financial Times) - Die Private Equity-Fonds KKR und TPG haben vereinbart, bis April über die positiven sowie negativen Umwelt-Auswirkungen ihrer Beteiligungen Bericht zu erstatten, berichtet die Financial Times. KKR und TPG sind zwei der weltweit größten PE-Fonds mit einem Gesamtvermögen von rund 330 Milliarden US-Dollar.

Beide Unternehmen haben eine Reihe von Grundsätzen der International Finance Corporation der Weltbank unterzeichnet, nach denen die Fondsmanager ihre Berichte von unabhängigen Gutachtern überprüfen lassen und die Informationen jährlich aktualisieren müssen. 

Das öffentliche Umwelt-Engagement von Private-Equity-Unternehmen erfolgt jetzt auch auf Druck der US-Politik.

Im Kern ist das sogenannte „impact investing“ einfach: Es zielt darauf ab, Anlagerenditen mit einem sozialen oder ökologischen Zweck zu kombinieren. 

Der Global Impact Fund von KKR, der im Jahr 2018 aufgelegt wurde, hat bisher 1,1 Milliarden US-Dollar an Investorengeldern eingesammelt. TPG sammelt gerade Geld für einen zweiten Fonds ein. Der erste Fonds, der „Rise Fund“ hatte 2017 zwei Milliarden US-Dollar eingesammelt. 

Der Impact Fund von KKR hat nach eigenen Angaben bisher fünf Beteiligungen mit einem Volumen von jeweils weniger als 100 Millionen US-Dollar getätigt. Ende letzten Jahres erwarb der Fonds zwei Kläranlagen, zuvor das Unternehmen Burning Glass Technologies – ein Datenanbieter, der sich auf Arbeitsmarktinformationen konzentriert. 

Beide Deals können als Impact-Investments angesehen werden, da sie mit bestimmten Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung in Einklang stehen, so KKR. 

Die beiden Impact-Fonds von TPG verfügen über ein verwaltetes Vermögen von mehr als 4 Milliarden US-Dollar. Im November kaufte der erste Fonds den größten Milchverarbeiter in Uganda.