Diskussion über Kakao im Amazonas in Freiburg und Berlin

| 26. Juli 2026, 11:34

WNM - 26. Juli 2026 Das Amazonas-Institut für Familienlandwirtschaft (Ineaf/UFPA) hat an der von den brasilianischen Botschaften in Berlin und Paris organisierten Amazonaswoche sowie an den Future Forests Seminars des Freiburger Instituts für Höhere Studien (FRIAS) teilgenommen. Das teilt das Institut auf seiner Website mit. Professor Daniel Palma Perez Braga war auf Einladung des Climate and Society Institute (iCS) aufgrund seiner Mitgliedschaft im Lenkungsausschuss des Forschungsnetzwerks für eine nachhaltige Wirtschaft im Amazonasgebiet (RESA) in Partnerschaft mit dem Bezos Earth Fund vertreten.

Braga präsentierte das von ihm koordinierte Forschungsprojekt mit dem Titel „Beiträge des Kakaoanbaus zur sozioökonomischen Bioökonomie im Amazonasgebiet unter dem Einfluss des Klimawandels: Familienbetriebe passen sich der Agroforstwirtschaft für eine nachhaltige territoriale Entwicklung an“. Ziel war es, das internationale Publikum mit den lokalen Bedürfnissen aus der Perspektive derjenigen zu verbinden, die das Amazonasgebiet im Alltag erleben.

Im Mittelpunkt stand die Veränderung der Kakaoproduktionssysteme, die aktuell in Richtung einer Vereinfachung hin zur Monokultur tendiert. In diesem Kontext möchte INEAF wissenschaftliche Forschung betreiben, die zu Nachhaltigkeitsanalysen unter Berücksichtigung verschiedener institutioneller und marktwirtschaftlicher Dynamiken beitragen kann, welche die ländliche Entwicklung aus systemischer Perspektive beeinflussen.

Es wurde die über 30-jährige, umfassende Arbeit von Ineaf/UFPA mit indigenen Völkern und Gemeinschaften hervorgehoben, ebenso wie die entsprechenden Ausbildungsprogramme, die von der Fakultät für Ländliche Entwicklung (Facdes) im Bachelor- und Masterstudiengang Amazonaslandwirtschaft (PPGAA) angeboten werden.

Neben den reinen Präsentationen wurden Räume für Austausch und Dialog geschaffen, um das Verständnis globaler Trends im Amazonasgebiet, insbesondere im Hinblick auf die verschiedenen „Bioökonomien“, zu erweitern.