Bargeld-Überschuss belastet Westbank-Wirtschaft

| 20. Juli 2026, 10:36

WNM - Aufgrund von Beschränkungen der israelischen Zentralbank können palästinensische Banken überschüssige Schekel laut der AP nicht mehr ins israelische System zurückführen. Die Folge: Tresore laufen über, elektronische Zahlungen sind kaum möglich, alltägliche Geschäfte lahmgelegt.

Mohammad Manasra von der Palästinensischen Währungsbehörde spricht von „ökonomischer Kriegsführung“. Während in Gaza Bargeldmangel herrscht, erstickt die Westbank am Überfluss: Löhne werden in Schekeln ausgezahlt, die Banken können das Bargeld aber kaum weiterverwenden oder investieren – es bringt keinen Zins und bleibt wirtschaftlich blockiert.

Das jährliche Ausfuhrlimit von 18 Milliarden Schekel steht geschätzten 30 Milliarden im Umlauf gegenüber. Israelische Behörden nennen unter anderem Geldwäsche als Grund für die Restriktionen. Nach den Angriffen im Oktober 2023 wurde die Situation verschärft: weniger Arbeitserlaubnisse und zurückgehaltene Steuereinnahmen verschärfen die Wirtschaftskrise. Geschäftsleute beklagen steigende Kosten und bürokratische Hürden. Ohne Lösung drohen Versorgungsengpässe bei Kraftstoff und Medikamenten.

 

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