300.000 Menschen in Frankreich und Spanien auf der Flucht vor Waldbränden

| 26. Juli 2026, 12:19

WNM, 26. Juli 2026 - Tausende Menschen suchten am Sonntag in Frankreich und Spanien Zuflucht in Notunterkünften, nachdem die Waldbrände mehr als 300.000 Menschen zur Flucht aus ihren Häusern und Ferienunterkünften gezwungen hatten. Das berichten französische Medien und internationale Nachrichtenagenturen.

In Frankreich sind rund 42.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer gefallen. Die französischen Behörden gaben bekannt, dass mehr als 220.000 Menschen vor dem Brand im Südwesten des Landes evakuiert wurden. Etwa 55.000 Menschen wurden in der Nacht aus Dörfern um Bordeaux in der Region Gironde evakuiert, da sich die Flammen in ihre Richtung ausbreiteten.

In Spanien wurden über 90.000 Menschen aus den Regionen um Madrid und Ávila evakuiert, da sich die Brände dort weiter ausbreiten. Die spanischen Behörden ordneten neue Evakuierungen in der Nähe von Toledo, südwestlich von Madrid, an. Das spanische Innenministerium teilte mit, dass die Bewohner von Buenaventura, Navamorcuende, Real de San Vicente, Hinojosa de San Vicente, Castillo de Bayuela, Garciotum, Nuno Gomez und Pelahustan aufgefordert wurden, ihre Häuser zu verlassen.

Am Samstagabend gab das Ministerium bekannt, dass ein Mann bei einem Brand in Manises in Valencia ums Leben gekommen sei. Er sei in einem Auto in einer Schlucht gefunden worden, so die Behörden.

Die Brände haben Häuser zerstört, Menschen in großem Umfang vertrieben und in Frankreich eine der größten zivilen Evakuierungsaktionen in Friedenszeiten ausgelöst. Noch ist nicht absehbar, wann die Brände unter Kontrolle gebracht werden können.

Screenshot: BBC