Nun auch heftige Waldbrände in Italien

| 27. Juli 2026, 12:56

WNM 27. Juli 2026 - Am Montag wurde laut italienischen Medien auch Italien vom Kampf gegen neue Waldbrände erfasst. Während Feuerwehrleute am Montag in der süditalienischen Region Apulien gegen einen verheerenden Waldbrand kämpften und Hunderte Menschen per Schiff evakuieren mussten, wurden in Maratea weitere 58 Menschen aus ihren Häusern evakuiert, als ein Waldbrand durch die benachbarte Basilikata fegte.

Mehr als 400 Menschen, darunter viele Touristen, die auf Campingplätzen inmitten von Pinienwäldern übernachteten, wurden am Sonntag auf der apulischen Halbinsel Gargano per Schiff evakuiert, als das von starken Winden angefachte Feuer die Strände erreichte.

In Maratea kämpfen Canadair-Löschflugzeuge gegen einen Waldbrand in den Bergen oberhalb der Stadt. Am Sonntag wütete ein Großbrand am Stadtrand von Rom und legte den Verkehr lahm, während der Zugverkehr in der Region Molise durch Waldbrände beeinträchtigt wurde.

Laut den aktuellsten Zahlen des italienischen Instituts für Umweltschutz und -forschung (ISPRA) wird mehr als die Hälfte aller Waldbrände in Italien durch Brandstiftung verursacht. Im Jahr 2025 wurden landesweit 123 km² Waldfläche durch Waldbrände zerstört – das entspricht der Fläche von 135.000 Fußballfeldern.

Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska erklärte  am Montag laut spanischen Medienberichten, das Land stehe vor zwei entscheidenden Tagen, um die Waldbrände einzudämmen, bevor die neue Hitzewelle das Land erreiche und die Einsatzkräfte zusätzlich belaste. Er sagte, rund 3.000 Einsatzkräfte seien vor Ort im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen.

Francisco Martín, der Vertreter der Zentralregierung in der Region Madrid, äußerte sich soeben auf einer Pressekonferenz „vorsichtig optimistisch“ hinsichtlich des laufenden Einsatzes, warnte aber gleichzeitig, dass das Feuer weiterhin außer Kontrolle sei. „Wir müssen dieses Zeitfenster nutzen. Wir werden dieses Feuer besiegen.“ Er wiederholte jedoch seinen Appell an die Bevölkerung, den Anweisungen der lokalen Behörden Folge zu leisten, um sich vor weiteren Bränden zu schützen.

Ähnliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen einer erneuten Hitzewelle auf die Löscharbeiten wurden auch in Frankreich geäußert. Oberstleutnant David Annotel sagte heute Morgen gegenüber RTL Radio, dass das Feuer in der Gironde noch „mehrere Wochen oder Monate“ andauern könnte, bevor es vollständig gelöscht ist, und dass voraussichtlich Verstärkung aus dem ganzen Land benötigt wird.