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EU fällt bei Klima-Investitionen hinter China und USA zurück

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Der aktuelle EIB-Investitionsbericht zeigt, dass die EU 2018 insgesamt 158 Milliarden Euro in den Klimaschutz investiert hat. Mit 1,2 Prozent des BIP ist das etwas weniger als in den USA und nur etwas mehr als ein Drittel der chinesischen Investitionen.

BRÜSSEL, 27. November (WNM) – Der aktuelle Investitionsbericht der Europäischen Investitionsbank (EIB) zeigt, dass die Europäische Union 2018 insgesamt 158 Milliarden Euro in den Klimaschutz investiert hat. Mit 1,2 Prozent des BIP ist das etwas weniger als in den Vereinigten Staaten (1,3 Prozent) und nur etwas mehr als ein Drittel der chinesischen Investitionen (3,3 Prozent des BIP).

Während die Vereinigten Staaten am meisten in klimabezogene Forschung und Entwicklung investieren, hat China seine Ausgaben kürzlich vervierfacht und die EU damit überholt. Die geringen Ausgaben für klimabezogene Forschung und Entwicklung gefährden Europas Wettbewerbsfähigkeit, da die derzeit noch unausgereiften Technologien beim Wandel eine wichtige Rolle spielen werden.

Der Investitionsbericht zeigt damit, dass die Klimaschutzinvestitionen in der EU trotz erheblicher Fortschritte noch nicht auf Kurs sind. Wenn die europäische Wirtschaft bis 2050 klimaneutral werden soll, muss Europa die gesamten Investitionen in die Energieversorgung und die damit verbundene Infrastruktur von durchschnittlich 2 Prozent auf 3 Prozent des BIP erhöhen.

Der jährliche Bericht der EIB zur Investitionstätigkeit und Investitionsfinanzierung (https://www.eib.org/de/publications/investment-report-2019) wird von der Hauptabteilung Volkswirtschaftliche Analysen der EIB erstellt. Er bietet einen umfassenden Überblick darüber, wie sich die Investitionstätigkeit in der EU entwickelt, wer ihre Impulsgeber sind und wie sie finanziert wird.

Der Bericht stützt sich weitgehend auf die Ergebnisse der jährlichen Investitionsumfrage der EIB (EIBIS) und ergänzt die interne Analyse der EIB durch Beiträge führender Fachleute auf diesem Gebiet.