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Machtspiel zwischen USA, China und Russland erhöht Spannungen in der Arktis

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Die zunehmende geopolitische Rivalität um die globale Erwärmung und dem damit verbundenen Zugang zu Mineralien in der Arktis zwischen den Vereinigten Staaten, China und Russland erhöht die Spannungen in der Region, sagte der dänische Auslandsgeheimdienst.

KOPENHAGEN, 29. November (WNM/Reuters/Jacob Gronholt-Pedersen/Nikolaj Skydsgaard) – Die Verschärfung der geopolitischen Rivalität in der Arktis zwischen den USA, China und Russland erhöht auch die Spannungen in der Region, teilte der dänische Auslandsgeheimdienst am Freitag mit. 

Streitigkeiten über die globale Erwärmung und den Zugang zu Mineralien in der Arktis wurden im Mai öffentlich, als US-Außenminister Mike Pompeo Russland ein aggressives Verhalten in der Polarregion vorwarf und erklärte, Chinas Aktivitäten müssten genau beobachtet werden. 

„Zwischen Russland, den USA und China entwickelt sich ein großes Machtspiel, das die Spannungen in der (arktischen) Region verstärkt“, sagte der dänische Geheimdienst in seinem jährlichen Risikobewertungsbericht. 

Dänemark hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arktis als Raum der internationalen Zusammenarbeit zu erhalten und potenzielle Probleme durch politische Verhandlungen zwischen Ländern mit arktischem Territorium zu lösen. Grönland, eine riesige Insel im Nordatlantik und in der Arktis, ist ein selbstverwalteter Teil Dänemarks. 

Dänemarks Ziel wird jedoch immer schwieriger zu verfolgen, da insbesondere Russland seine militärischen Aktivitäten in der Region stärkt, heißt es im Geheimdienstbericht. „Dies ist eine wesentliche treibende Kraft für mehrere andere arktische Küstenstaaten damit zu beginnen, den eigenen militärischen Auftritt vor Ort zu stärken“, sagt der Bericht. 

In dem Bericht heißt es auch, dass eine neue US-Strategie für die Arktis, die im Juni dieses Jahres veröffentlicht wurde, zusammen mit öffentlichen Kommentaren von hochrangigen Regierungs- und Verteidigungsbeamten, ebenfalls zu erhöhten Spannungen in der Region beigetragen haben 

Das zunehmende Interesse der USA an der Arktis wurde im August deutlich, als Präsident Donald Trump vorschlug, Grönland von Dänemark zu kaufen – eine Idee, die von der dänischen und der regionalen grönländischen Regierung schnell abgelehnt wurde.