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Russland-Sanktionen: Neuer BP-CEO wird nicht Aufsichtsrat von Rosneft

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Der neue BP-Vorstandsvorsitzende Bernard Looney wird im Februar keinen der beiden BP-zugehörigen Sitze im Aufsichtsrat von Rosneft übernehmen. Grund sei die Komplexität der Beziehungen mit Russland, schreibt Reuters.

Flickr/BP Images

LONDON/MOSKAU, 19. Dezember (WNM/Reuters/Ron Bousso/Darya Korsunskaya/Dmitry Zhdannikov) – Der neue BP-Vorstandsvorsitzende Bernard Looney wird im Februar keinen der beiden BP-zugehörigen Sitze im Aufsichtsrat von Rosneft übernehmen. Grund sei die Komplexität der Beziehungen mit Russland, schreibt Reuters.

Laut einer Vereinbarung zwischen Looney und dem scheidenden BP-CEO Bob Dudley wird Dudley seinen derzeitigen Aufsichtsratssitz behalten, wenn er im März in den Ruhestand geht. Der ehemalige BP-Manager Guillermo Quintero, mit guten Verbindungen zum südamerikanischen Ölkonzern PDVSA, werde den zweiten Sitz einnehmen, sagten fünf Quellen aus dem Unternehmen. 

Rosneft sei über das Arrangement informiert worden. Wie lange diese Situation aufrecht erhalten bleiben soll wurde nicht kommuniziert. BP besitzt fast ein Fünftel der Anteile an Rosneft – dabei handelt es sich um die größte Auslandsinvestition und ein Drittel der Gesamtproduktion von BP. 

„Dudley wird im Vorstand von Rosneft bleiben, weil die Beziehung zwischen BP und Moskau sehr kompliziert ist“, sagte ein hochrangiger BP-Vertreter Reuters. Dudley hatte bereits im Oktober verkündet im Rosneft-Aufsichtsrat bleiben zu wollen, erklärte aber nicht, warum. 

„Mit seiner beispiellosen Erfahrung, sowohl in der internationalen Ölindustrie als auch in Russland, wird Bob weiterhin wertvolle Erfahrungen in den Rosneft-Aufsichtsrat einbringen“, sagte BP in einer Erklärung.

Rosneft antwortete nicht auf eine schriftliche Reuters-Anfrage mit der Bitte um Stellungnahme.