Experten: Klimawandel könnte zu „katastrophaler“ Sicherheitsbedrohung werden

| 27. Februar 2020, 11:43

NEW YORK, 26. Februar (WNM/Reuters/Matthew Lavietes) - Der Klimawandel könnte zu einer „katastrophalen“ Bedrohung für die globale Sicherheit werden, da die Menschen ihren Lebensunterhalt verlieren, krank werden und um knapp werdendes Wasser und Lebensmittel kämpfen. Davor warnen führende U.S.-Sicherheits- und Geheimdienst-Experten. 

Der Druck der globalen Erwärmung könnte politische Spannungen, Unruhen und Konflikte verstärken, gewalttätigen Extremismus schüren und die Sicherheitssysteme der Regierung zerstören, sagten die Experten in einem Bericht des überparteilichen Center of Climate and Security.

Vom Krieg heimgesuchte Länder in Afrika und im Nahen Osten wurden als am stärksten gefährdet eingestuft, Industrieregionen seien jedoch auch anfällig. 

„Selbst in Szenarien mit geringer Erwärmung wird jede Region der Welt in den nächsten drei Jahrzehnten ernsthaften Risiken für die nationale und globale Sicherheit ausgesetzt sein“, heißt es in dem Bericht. „Eine höhere Erwärmung wird im Laufe des 21. Jahrhunderts katastrophale und wahrscheinlich irreversible globale Sicherheitsrisiken mit sich bringen.“ 

Zu den Mitgliedern des Gremiums gehörten ehemalige Sicherheitsbeamte der US-Regierung und Experten für Klimasicherheit. 

Die Experten bewerteten die Bedrohungen bis zum Ende des Jahrhunderts in zwei Szenarien - sollte sich der Planet um 1 bis 2 Grad Celsius oder um 2 bis 4 Grad Celsius erwärmen.