Öl und Aktien fallen wegen neuen Spannungen zwischen USA und China deutlich

| 4. Mai 2020, 7:41

BERLIN, 4. Mai (WNM) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich heute Großteils negativ entwickelt. Der Grund sind unter anderem die Spannungen zwischen den USA und China über den Ursprung der Coronavirus-Pandemie. Gleichzeitig fielen die Ölpreise weiter, da sich die Händler über die globalen Lagerkapazitäten sorgen. 

Der Hongkonger Referenzindex Hang Seng fiel am Montagmorgen um 3,7 Prozent, während der südkoreanische Kospi-Index um 1,7 Prozent fiel. Die Märkte in Japan und auf dem chinesischen Festland blieben wegen eines Feiertages geschlossen. 

Öl hatten ebenfalls einen schlechten Start in die Woche, was auf die anhaltenden Sorgen über ein Überangebot und unzureichende Lagerkapazitäten zurückzuführen ist. West Texas Intermediate, der US-Marker, fiel im asiatischen Handel um 4,7 Prozent auf 18,85 USD pro Barrel, während Brent-Rohöl, die internationale Benchmark, um 1,2 Prozent auf 26,13 USD fiel. 

Die Terminmärkte prophezeien sowohl dem DAX als auch dem S&P 500 Rücksetzer. 

Am Sonntag hatte US-Außenminister Mike Pompeo die Behauptungen der US-Regierung ohne Beweise bekräftigte, den Ausbruch des Coronavirus mit einem Labor in Wuhan, China, in Verbindung zu bringen. In einem Fernsehinterview sagte Pompeo auch, China blockiere den Zugang zu Informationen und weigere sich, mit Wissenschaftlern aus Übersee zusammenzuarbeiten, die versuchen, einen Impfstoff zu entwickeln. 

Am Freitag verlor der S&P 500 2,8 Prozent, weil die Anleger die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Unternehmen neu bewerteten, nachdem Amazon vor höheren Kosten für den Schutz der Arbeitnehmer gewarnt hatte. Außerdem hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, Zölle gegen Peking einzusetzen.