Berlin: Erstmals mehr Briten als Türken eingebürgert

| 2. Juni 2020, 10:44
Brexit (Pete Linforth from Pixabay)

BERLIN, 2. Juni (WNM/Amt für Statistik Berlin-Brandenburg) - Seit dem Sieg der Brexiteers im britischen Referendum über den Austritt aus der Europäischen Union vervielfachte sich die Zahl der Einbürgerungen von Britinnen und Briten in Berlin und Brandenburg. Wie das Amt für Statistik mitteilte, erreichten die Zahlen der britischen Staatsangehörigen, die 2019 einen deutschen Pass erhielten, neue und deutliche Höchstwerte.

2019 wurden in Berlin 6 830 Personen eingebürgert, darunter waren 841 Britinnen und Briten. Damit stellten sie mit 12,3 Prozent erstmals die größte Gruppe unter den Heimatstaaten dar. Seit 2016, dem Jahr des Brexit-Referendums, erwarben insgesamt 2 113 Britinnen und Briten in Berlin die deutsche Staatsangehörigkeit. 2015 waren es noch 45. Die zweitgrößte Gruppe an Eingebürgerten bildeten 2019 die Türkinnen und Türken mit 741 Personen (10,8 Prozent). 

In Brandenburg wurden 2019 insgesamt 1 041 Personen eingebürgert, darunter waren 179 britische Staatsangehörige. Mit 17,2 Prozent betraf mehr als jede sechste Einbürgerung eine Britin oder einen Briten. Erstmals waren die Briten die größte Gruppe unter den Heimatstaaten. An zweiter Stelle folgte Polen mit 135 Eingebürgerten. Seit dem Brexit-Referendum wurden in Brandenburg insgesamt 351 Britinnen und Briten eingebürgert. In den Jahren 2014 und 2015 waren es zusammen nur vier Einbürgerungen.