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IBM-AgroPad ermöglicht Kaffeebauern die Analyse von Boden und Wasser in Echtzeit

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Enveritas, eine gemeinnützige Organisation in den USA, und IBM wollen Kaffeebauern in Lateinamerika und Afrika dabei unterstützen, Wasser- und Bodenproben schnell vor Ort zu analysieren. Die Daten sind entscheidend um die Ernteerträge zu steigern.

2018-08-13-Agropad-64.small_-1024x682 (source: IBM)

ROM, 11. Februar (WNM/Reuters/Thin Lei Win) – Enveritas, eine gemeinnützige Organisation in den USA, hat eine Vereinbarung mit International Business Machines Corp. (IBM) unterschrieben. Gemeinsam mit IBM soll in einem Pilotversuch der IBM-AgroPad eingesetzt werden, um Wasser- und Bodenproben schnell vor Ort analysieren zu können. 

Der AgroPad kann, unterstützt durch künstliche Intelligenz, innerhalb von zehn Sekunden eine chemische Analyse durchführen und dabei den Nitrat- oder Chloridgehalt von einem Tropfen Wasser oder einer kleinen Bodenprobe ablesen, sagt IBM. 

Enveritas möchte die Technologie Landwirten in Kaffeeanbaugebieten in Lateinamerika und Afrika kostenlos zur Verfügung stellen. IBM spricht davon, dass das Angebot erschwinglich für möglichst jeden sein soll – und das bei Produktionskosten von weniger als 25 Cent pro Stück. 

Enveritas arbeitet heute schon mit 100.000 Bauernhöfen, Mühlen und Landgütern in Lateinamerika und Afrika zusammen. Noch ist nicht bekannt, wie groß der Pilotversuch sein wird. Bei Erfolg sei aber das Ziel, möglichst schnell zu skalieren, sagt CEO David Browning. 

Kaffeebauern leiden unter einem globalen Preisverfall, während der Klimawandel riesige Landstriche in Lateinamerika, Asien und Afrika bedroht. Enveritas sagte, dass die meisten Landwirte von weniger als zwei US-Dollar pro Tag leben. 

Eine chemische Analyse des Bodens ist für die Steigerung der Ernteerträge von entscheidender Bedeutung. Das Vorgehen sei jedoch kompliziert, teuer und zeitaufwendig, da dafür Laborgeräte benötigt werden, sagte Mathias Steiner von IBM Research. 

AgroPad kostet weniger und könnte den Einsatz von Düngemitteln reduzieren. Und das spart wiederum Geld spart und hilft der Umwelt, so Steiner.