Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat am Mittwoch erklärt, dass die Pläne zur Erleichterung der Massen-Emiration von Palästinensern aus dem Gazastreifen weiterhin diskutiert würden und von US-Präsident Donald Trump lediglich auf Eis gelegt, nicht aber gänzlich verworfen worden seien. Das berichtet die Times of Israel.
Er erörterte die Pläne und sagte, Israel werde die Auswanderung „mit allen Mitteln“ unterstützen. Dies geschah auf einer Konferenz der israelischen Zeitung Yedioth Ahronoth, zeitgleich mit dem Besuch von Premierminister Benjamin Netanjahu bei einem IDF-Außenposten im Gazastreifen. Dort bekräftigte er, dass Israel keine Rückzugspläne habe.
In einem aufgezeichneten Ausschnitt der Konferenz behauptete Katz, dass etwa 80 Prozent der Gaza-Bewohner auswandern wollten. Er berief sich dabei auf nicht näher spezifizierte Umfragen, die Israel durchgeführt habe. Die mangelnde Bereitschaft anderer Länder, sie aufzunehmen, sei jedoch ein Hindernis für die Umsetzung.
„Letztendlich gibt es ohne diese Migration keine wirkliche Lösung für Gaza“, betonte Katz. „Die Hamas lässt sie nicht ausreisen, und kein Land der Welt nimmt sie auf. Präsident Trump hat das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Jetzt muss jedes Land Menschen aufnehmen – und das ist die entscheidende Frage.“
Sollten andere Länder bereit sein, Gaza-Bewohner aufzunehmen, sagte Katz, die israelische Regierung sei „organisiert und bereit, sie herauszuholen – auf dem Seeweg, auf dem Luftweg, auf jedem erdenklichen Weg.“
