Die Bruttostaatsverschuldung der USA überschritt am Mittwoch erstmals die 40-Billionen-Dollar-Marke – laut New York Times ein „alarmierender Meilenstein für eine Wirtschaft, deren Finanzlage nach jahrzehntelanger Kreditaufnahme zur Finanzierung der steigenden Militärkosten, der Sozialprogramme und der Steuersenkungen von Präsident Trump ohnehin wackelig ist“.
Allein in diesem Jahr werden die Vereinigten Staaten voraussichtlich mehr als 2 Billionen Dollar aufnehmen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen, darunter die Ausgaben für den Iran-Krieg und die weitreichenden Steuersenkungen, die die Republikaner 2025 beschlossen haben. Die „explodierenden Zinszahlungen an Investoren, die amerikanische Staatsanleihen erworben haben, machen mittlerweile etwa die Hälfte dieser Schulden aus und treiben die USA in eine immer tiefere Finanzkrise“, so die Times.
Erst am Mittwoch hatte der nervöse Bond-Markt Finanzminister Scott Bessent gezwungen, die Staatsanleihen durch beschleunigte Rückkäufe zu stützen.
Die Staatsverschuldung der USA hat sich somit in weniger als zehn Jahren mehr als verdoppelt, von 19,95 Billionen US-Dollar bei Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar 2017. Rund ein Drittel dieses Anstiegs entfiel auf zwei Jahre hektischer Staatsverschuldung zur Finanzierung der Maßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie unter Präsident Trump und Ex-Präsident Joe Biden. Der Rest des Anstiegs ist auf die fiskalpolitischen Entscheidungen beider Präsidenten sowie auf langjährige Ungleichgewichte bei Steuern und Ausgaben zurückzuführen, so Reuters.
